Wagenknecht politisch erledigt: Ende des Linke-Fraktionsvorsitzes im Herbst | Unzensuriert.de

Wagenknecht politisch erledigt: Ende des Linke-Fraktionsvorsitzes im Herbst

Wagenknechts Versuch, "Die Linke" an ihre Verantwortung für die heimischen sozial Bedürftigen zu erinnern, ist gescheitert. Foto: Heike Huslage-Koch / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Wagenknechts Versuch, "Die Linke" an ihre Verantwortung für die heimischen sozial Bedürftigen zu erinnern, ist gescheitert.
Foto: Heike Huslage-Koch / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
11. März 2019 - 21:46

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Nachdem Sahra Wagenknecht erst am vergangenen Wochenende verlautbart hatte, dass sie sich aus der von ihr gegründeten Bewegung „Aufstehen“ zurückziehen werde, wurde heute bekannt, dass sie auch bald nicht mehr Vorsitzende in der Fraktion ihrer Partei, der Linken, sein wird. Dort steht nämlich im Herbst turnusmäßig die Neuwahl des Fraktionsvorstandes an.

„Aus“ schon beim letzten Parteitag besiegelt

Und dort mangelt es Wagenknecht nicht erst seit der Begründung ihrer Bewegung vor einem halben Jahr an Unterstützern, sondern schon seit dem Parteitag im Juni vergangenen Jahres. Damals hatte sie für eine einwanderungskritische Haltung in ihrer Partei geworben – und war damit vollkommen untergegangen. Der Parteitag sprach sich im Gegenteil für noch mehr Grenzenlosigkeit in der Einwanderungspolitik aus.

Keine Toleranz gegenüber Systemabweichlern

Dass die Linke keine Toleranz gegenüber Systemabweichlern kennt, zeigen laufende Gerüchte über Putschversuche in der Linken-Fraktion gegen Wagenknecht. Erst im Januar waren sie wegen der anstehenden Landtagswahlen verstummt und ein "Burgfriede" eingekehrt. Eine Wiederwahl Wagenknechts als Fraktionsvorsitzende war daher von jeher völlig undenkbar.

Wagenknecht ist mit ihrem Rückzug aus der Sammelbewegung „Aufstehen“ und der Bestätigung der Linken-Fraktion über ihr Ausscheiden als Fraktionsvorsitzende wohl insgesamt politisch erledigt, außer natürlich für die Diskussionsrunden im Fernsehen. Dort wird sie dann wohl wieder auf ihren innerparteilichen Konkurrenten und bedingungslosen Einwanderungsbefürworter Gregor Gysi stoßen, der aus ihrem Scheitern gestärkt hervorgeht.

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