Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Der Zugverkehr in Deutschland wird wohl bald enorm überlastet werden. Denn ab nächsten Monat kann man für neun Euro pro Monat überall fahren. Bereits jetzt wurden knapp eine Millionen Karten vorbestellt.

25. Mai 2022 / 16:32 Uhr

Viel zu wenig Kapazitäten: Großes Bahn-Chaos wegen „Neun-Euro-Ticket“ erwartet

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat vor einem drohenden Bahn-Chaos aufgrund des neuen „Neun-Euro-Tickets“ gewarnt. „Wenn die Verkehrsbetriebe mit den Menschenmassen überfordert sind, muss die Bundespolizei eingreifen“, erklärte er am Mittwoch gegenüber der Bild-Zeitung.
Enorme Überlastung des Naheverkehrs
Auch DPolG-Vizechef Manuel Ostermann fürchtet eine Überlastung im Nahverkehr. „Aus sicherheitsspezifischer Sicht kann das Neun-Euro-Ticket eine Katastrophe werden“, kritisierte er. Die extrem vergünstigte Sommer-Monats-Netzkarte ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung und soll ab Juni für drei Monate zur Verfügung stehen. Schon jetzt wurde sie mehr als eine Million Mal gekauft.
Massen-Ansturm war zu erwarten – Politik ignorierte Warnungen
Unter anderem die Bahngewerkschaft EVG hatte die Aktion zuvor kritisiert. „Ich rechne mit Räumungen überfüllter Züge und wegen Überlastung gesperrten Bahnhöfen“, warnte der EVG-Vorsitzende Klaus Hommel Anfang Mai. Laut dem Vize-Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats der DB Regio Schiene/Bus, Ralf Damde, gibt es auf vielen Strecken auch schon ohne das „Neun-Euro-Ticket“ bereits einen zu hohen Andrang. Mahnende Worte wie diese werden jedoch von den verantwortlichen Politikern ignoriert.

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