Nach dem Ausscheren der USA ist Bill Gates nun offiziell Hauptfinancier der WHO – mit zumindest hinterfragenswerten Intentionen.

Foto: Mueller/MSC / wikimedia.org (CC-BY-3.0-DE)
UN-Organisation WHO lebt von privatem Hauptfinancier – mit Eigeninteressen

Nachdem Gerüchte aufgetaucht waren, wonach die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wochenlang Informationen zum Coronavirus aus Taiwan unterdrückt haben soll, haben die USA die Zahlungen an diese Unterorganisation der Vereinten Nationen, wie von ihrem Präsidenten Donald Trump angekündigt, nun auf die Dauer von 60 bis 90 Tagen eingestellt. In dieser Zeit wollen die USA die Antwort der WHO auf die Coronavirus-Epidemie überprüfen.

„Heimlicher WHO-Chef“ Bill Gates

Bisher waren die USA die größten Geldgeber dieser supranationalen Organisation, die jährlich über ein Jahresbudget von rund vier Milliarden Euro verfügt. Mit dem Einstellen der Zahlungen durch den Hauptsponsor USA tritt nun jener Privatmann ans Licht der Öffentlichkeit, der bisher der zweitgrößte Geldgeber war: Bill Gates ist nun ganz offiziell Hauptfinancier der WHO, nicht mehr der „heimliche WHO-Chef“, wie die Zeit schon 2017 zu berichten wusste.

Vor einem guten Jahr beurteilte der Südwestrundfunk (SWR) die Rolle von Gates in der WHO so:

Was gesund ist, bestimmt Bill Gates.

Frühere Kritik sucht man vergebens

Doch seit das Coronavirus die Medien erreichte, haben alle genannten „Leitmedien“ der „Qualitätspresse“ vergessen, was sie selbst noch vor Kurzem berichteten.

Kein kritisches Wort darüber, dass allein in der „Bill und Melinda Gates Stiftung“, die 14 Prozent zum WHO-Budget beiträgt, zahlreiche Vertreter der weltweit größten Pharmafirmen im Vorstand sitzen.

Rendite aus Chemie-, Pharma- und Nahrungsmittelbranche

Das „Peoples Health Movement“, ein Netzwerk gesundheitspolitischer Nichtregierungsorganisationen aus mehr als 70 Ländern, kritisierte schon 2012 den wachsenden Einfluss der Pharmaindustrie auf die Ausrichtung der WHO-Politik sowie ihre zunehmende Abhängigkeit von privaten Geldgebern.

Thomas Gebauer, Geschäftsführer von der sozial-medizinischen Hilfsorganisation „medico international“, kritisierte 2011, dass der „Großteil jener 25 Milliarden Dollar, die Gates in den zurückliegenden zehn Jahren in Gesundheitsprogramme in aller Welt investieren konnte, den Renditen von einschlägig bekannten Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Nahrungsmittelbranche“ entstammten.

Die Macht des Geldes

In der Politik ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich an den Zielen derer ausgerichtet, die Macht und Einfluss haben. So erklärte die WHO Anfang 2019 Impfgegner zur globalen Bedrohung. Sie werden seither von der WHO als ähnlich gefährlich eingeschätzt wie Umweltverschmutzung, Ebola oder zunehmende Antibiotika-Resistenzen. Nur neun Monate später titelte die Zeit: „WHO und EU suchen Maßnahmen gegen Impfgegner“.

Impfstoff für „alle Menschen auf der Welt“

Und Impfen ist für die WHO auch in der gegenwärtigen Lage die erste Hilfsmaßnahme. Nach Ansicht von Bill Gates wird sich das Leben erst dann wieder völlig normalisieren, wenn es „für alle Menschen auf der Welt“ einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Am 5. April sagte er gegenüber dem Sender Fox News:

Wir müssen das Virus auf der ganzen Welt besiegen.

Bis es soweit sei, könne das Leben nicht zum Normalzustand zurückkehren. Übrigens, das Gleiche sagt auch Bundeskanzler Sebastian Kurz: Gewohnte Reisen werde es erst wieder geben, wenn gegen das Coronavirus geimpft werden kann.

Bill Gates

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