Mehr Geld für die Antifa war nur eine von vielen Forderungen der Linken in Kassel.

Foto: jazavac / depositphotos.com
Strategiekonferenz: Reiche erschießen und Staatsknete abgreifen

Bei der Strategiekonferenz der Linkspartei in Kassel (Hessen) am letzten Wochenende sorgte eine Teilnehmern für Empörung – nicht unter den Linken, sondern unter aufmerksamen Zeitgenossen!, als sie postulierte, wie mit „Reichen“ anlässlich einer Revolution verfahren werden soll: Sie gehören erschossen.

Doch das war nicht die einzige interessante und entlarvende Wortmeldung bei der Veranstaltung, mit der sich die Linken für die künftige Politik aufstellten. Auf dem betreffenden Kongress meldete sich auch Tim Fürup zu Wort. Er ist Sprecher des Kreisverbandes der Linkspartei in Münster und machte kein Geheimnis daraus, wie er sich die Zukunft seiner Partei vorstellt und wünscht:

Wir müssen diesen parlamentsfixierten Abgeordnetenbetrieb schwächen.

Offizieller Bundestagsmitarbeiter

Fürup ist nicht irgendein Wirrkopf, nein, er war bereits für mehrere Bundestagsabgeordnete tätig. So stand er 2018 auf der Gehaltsliste der Linken-Abgeordneten Sylvia Gabelmann. Derzeit findet er sich laut Internetseite des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel auf dessen Mitarbeiterliste.

Wie die Schwächung des Parlamentsbetriebs aussehen soll, erklärte Fürup ganz unumwunden:

Staatsknete im Parlament abgreifen. Informationen aus dem Staatsapparat abgreifen. Der Bewegung zuspielen. Den außerparlamentarischen Bewegungen das zuspielen. Und dann braucht man natürlich noch das Parlament als Bühne, weil die Medien sind so geil auf dieses Parlament, das sollten wir doch nutzten.

Das erklärte der Mann, der auch gern mal mit einem „FCK SPD“-Leibchen auftritt.

Mehr Geld für die Antifa

Außerdem fordert der Linken-Politiker, die Gehälter der Abgeordneten seiner Partei auf das Lohnniveau eines Facharbeiters zu beschränken. Das eingesparte Geld soll man dann der Antifa zukommen lassen:

Es gibt in jeder Stadt eine vernünftig operierende Antifa. Und da könnt ihr mal die gesamte Kohle hinpacken, anstatt mit SPD, Grünen und CDU eine Einheitsfront zu bilden. Ich glaube, da hat die Antifa mehr von und wir haben den Nazi-Dreck irgendwann auch weg.

Diese Wortmeldung brachte Fürup viel Applaus von den zahlreichen Anwesenden. Und ein Vertreter dieser Partei ist nun schon wieder Ministerpräsident von Thüringen geworden.

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