FDP-Chef Christian Lindner führt seine Partei in die Negativspirale.

Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons(CC-BY-SA-4.0)
FDP stürzt nach Rückzieher in Thüringen auf sechs Prozent ab

Das Herumtaktieren der Freien Demokraten rund um die Wahl und den Rücktritt des FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich im Freistaat Thüringen stürzt diese Partei in die Krise. Auf Bundesebene hat die FDP binnen einer Woche von acht auf sechs Prozent in der Wählergunst verloren. Ende Jänner stand die FDP noch bei neun Prozent. Damit hat die Lindner-FDP binnen drei Wochen ein Drittel ihrer Wähler eingebüßt.

Die Strategie von FDP-Chef Christian Lindner, zuerst die Landes-FDP zu ermuntern, eine antikommunistische Allianz gegen den Ex-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu bilden, und dann wieder abzuspringen, rächt sich für die deutschen Liberalen. Vor allem ihr Beschimpfen der rechtskonform agierenden Oppositionspartei AfD dürfte ihr nicht bekommen.

Wählergunst: Grüne und AfD stark, CDU und SPD schwächeln

Auch den anderen Bundesparteien gereicht das nicht unbedingt zum Ruhme. Während die CDU mit 28 Prozent und die SPD mit 15 Prozent schwächeln und weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sind, können Grüne und AfD profitieren. Die Grünen liegen bei 20 Prozent und sind derzeit unangefochten Nummer Zwei in der Wählergunst.

Und die von allen anderen Parteien bekämpfte Alternative für Deutschland (AfD) liegt bei 15 Prozent und damit mit der SPD gleichauf. Auch die Linke ist mit zehn Prozent bundesweit vergleichsweise stark. Die FDP scheint somit der große Verlierer der Turbulenzen in Thüringen zu sein.

Christian Lindner

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