Zuwanderung und kein Ende. In Deutschland werden die Einheimischen immer mehr zur Minderheit.

Foto: AndreyPopov / iStockphoto.com (Montage)
Fast 130.000 „neue Deutsche“ allein im Vorjahr: „Umvolkung“ auch durch Einbürgerung

Auch abseits des ungebremsten Einwanderungs-Stromes geht der Bevölkerungsaustausch in Deutschland ungebrochen weiter – durch Einbürgerungen. Deren Zahl ist im Jahr 2019 um 16.600 (15 Prozent) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2019 haben rund 128.900 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das ist der höchste Stand seit 2003.

Rekordhalter nach wie vor Türken

Fast die Hälfte des Anstiegs (+ 8.000) geht diesmal zwar auf vermehrte Einbürgerungen von Briten zurück. Schon seit 2016, dem Jahr des Brexit-Referendums, sind die Einbürgerungszahlen aus Großbritannien erhöht. Dies berichtete auch Wirtschaft.com.

Aber: In absoluten Zahlen sind die meisten Eingebürgerten nach wie vor Türken (16.200), gefolgt von Briten (14.600), Polen (6.000), Rumänen (5.800) und Irakern (4.600). Größere Anstiege gab es bei Einbürgerungen von Personen aus der Ukraine (+ 1.800), Rumänien (+ 1.500) und Syrien (+ 1.000).

Integration anscheinend unerwünscht

Mit Blick auf die in Deutschland lebenden Türken meldet das Statistische Bundesamt noch eine interessante Zahl: Nur 1,2 Prozent der Türken, die alle Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen würden, machten tatsächlich von ihrer Einbürgerung Gebrauch.

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