Deutschland leistet 630 Millionen Euro Entwicklungshilfe an Wirtschaftsweltmacht China | Unzensuriert.de

Deutschland leistet 630 Millionen Euro Entwicklungshilfe an Wirtschaftsweltmacht China

Städte von Entwicklungsländern sehen in der Regel anders aus wie etwa Shanghai in China. Foto: goodfreephotos
Städte von Entwicklungsländern sehen in der Regel anders aus wie etwa Shanghai in China.
Foto: goodfreephotos
13. Juni 2019 - 11:23

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Neben Nettozahlungen an die EU in Milliardenhöhe leistet Deutschland jährlich weitere Milliarden Euro an Entwicklungshilfe. Die Gelder fließen in unzählige Länder rund um den Globus. Doch unter den zehn größten Empfängerstaaten des Jahres 2017 fällt vor allem ein Land ins Auge: Auf Platz drei liegt die Wirtschaftsweltmacht China mit 630 Millionen Euro, nach Indien mit 1.000 und Syrien (!) mit 780 Millionen Euro. Es folgen die Türkei mit 580, der Irak mit 470 und Afghanistan mit 425 Milliarden Euro. Marokko (410 Millionen) mit seinem schwerreichen König, der Moslemstaat Indonesien (295 Millionen), Jordanien (290 Millionen) und selbst Mexiko folgt noch mit immerhin 280 Millionen Euro auf den Plätzen. Und das, obwohl deutsche Kleinrentner vielfach nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

China wird von Deutschland auch mit Krediten unterstützt

Am meisten verwundert es, dass die Wirtschafts- und Hightech-Weltmacht China, die inzwischen selbst als Entwicklungshelfer und Rohstoffausbeuter im großen Stil in Afrika aktiv ist, vom deutschen Steuerzahler wie ein Entwicklungsland unterstützt wird.

Der Ordnung halber sei erwähnt, dass die Zahlungen an die Supermacht des 21. Jahrhunderts nicht nur aus großzügigen Schenkungen, wie etwa indirekt an ukrainische Oligarchen, erfolgen, sondern dass es sich dabei auch um „Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW) mit einem Volumen von mehr als 270 Millionen handelt. Kredite an ein Land, das auf einem Devisenschatz in der Höhe von mehreren Billionen Dollar sitzt und aktuell seine Goldreserven gewaltig aufstockt.

„Klimaschutz“ in China soll Deutschland ebenfalls mitfinanzieren

Nachdem Deutschland, angefeuert von der Greta-Jugend, gerade dabei ist, unter dem Motto „Klimaschutz“ seine Wirtschaft zu ruinieren, soll diese „Mission“ auch in China seine Fortsetzung finden. Wir zitieren hier aus welt.de, die Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu Wort kommen lässt:

Und die Bundesregierung denkt keineswegs daran, die Zahlungen zu beenden – vor allem weil sie die Volksrepublik als Partner an sich binden will. „Wenn es uns ernst ist mit dem weltweiten Klimaschutz, dann kommen wir an China nicht vorbei., sagt Müller. Deutschland allein könne mit „ein paar wärmedämmenden Altbauten“ im weltweiten Maßstab wenig ausrichten. „Die Zukunft unseres Klimas entscheidet sich auch in China oder Indien und daran, ob hunderte Millionen Menschen dort Energie aus Kohle oder aus erneuerbaren Energien nutzen“, sagt Müller.

So wird beispielsweise mit deutschen Steuergeldern in der Höhe von 6,5 Millionen Euro der Aufbau eines nationalen (!) Emissionshandelssystems unterstützt und mit 4,5 Millionen Euro eine „Umweltpartnerschaft“ gefördert. 

AfD hält wirtschaftliche Einstufung Chinas als Entwicklungsland für überholt

Der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Markus Frohnmaier, hält es für überholt, dass China von der Organisationen für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) formal noch als Entwicklungsland eingestuft wird. Niedriges Pro-Kopf-Einkommen gelten neben hoher Arbeitslosigkeit dort als Kriterien. Frohmaier dazu:

Die Wirtschaftsmacht China ist für Deutschland ein potenzieller Mitbewerber auf dem Weltmarkt, den wir nicht noch mit Steuergeldern unterstützen sollten.

Frohnmaier steht da durchaus nicht alleine, auch der entwicklungspolitische Sprecher der FDP, Olav in der Beck, vertritt die Auffassung, dass „die Entwicklungszusammenarbeit mit China auf den Prüfstand müsse“.

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