Regensburg: Polizisten von Asylanten nach Leichenfund in Ankerzentrum angegriffen | Unzensuriert.de

Regensburg: Polizisten von Asylanten nach Leichenfund in Ankerzentrum angegriffen

Einmal mehr musste ein Polizeigroßeinsatz einen Tumult in einer Aslyunterkunft beenden. (Symbolfoto) Foto: Andreas Trojak / flickr.com / (CC BY 2.0)
Einmal mehr musste ein Polizeigroßeinsatz einen Tumult in einer Aslyunterkunft beenden. (Symbolfoto)
Foto: Andreas Trojak / flickr.com / (CC BY 2.0)
12. Mai 2019 - 17:24

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Am Samstag Vormittag kam es in einer Regensburger Asyleinrichtung zu einem Todesfall einer jungen Frau, der zu schweren Ausschreitungen gegen Polizisten und zu einem Polizeigroßeinsatz führte.

Gegen 8.50 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung über eine leblose Person in der Regensburger Asylunterkunft in der Zeißstraße. Durch einen Arzt wurde zunächst eine ungeklärte Todesursache bescheinigt und die Polizei über das Ableben der Frau in Kenntnis gesetzt. Die Beamten nahmen sodann die Ermittlungen vor Ort auf.

Ermittler mit Steinen und Glasflaschen beworfen

Ein Teil der Einrichtungsbewohner reagierte zunehmend „emotional auf die Anwesenheit der Ermittler“, wie die Polizei mitteilte. Im weiteren Verlauf wurden aus den „emotionalen Reaktionen“ Drohgebärden gegen die Einsatzkräfte vor Ort, die schließlich damit endeten, dass Steine und Glasflaschen auf die Beamten geworfen wurden. Die zunehmend lautstarken Unmutsäußerungen der Aggressoren, die sich hauptsächlich vor dem Eingang des betroffenen Gebäudes aufhielten, ließen einen Abtransport der Leiche erst nach drei (!) Stunden zu.

Erst Großaufgebot der Polizei ermöglicht Abtransport der Toten

Eine Vielzahl von Polizeibeamten aus dem Raum Regensburg standen etwa 40 bis 50 Bewohnern der Einrichtung gegenüber. In enger Zusammenarbeit mit der Leitung der Unterkunft konnte schließlich die Leiche aus dem Haus gebracht werden, und zwar von den Bewohnern. Sie trugen den Sarg unter Aufsicht der Polizei zu dem bereit stehenden Fahrzeug eines Bestattungsunternehmens.

Polizei prüft „etwaiges strafbares Verhalten“

Die ersten, vorläufigen Erkenntnisse zum Tod der 31-jährigen Nigerianerin weisen keine Anhaltspunkte auf, die auf ein Ableben durch Gewalteinwirkung oder ähnliches schließen lassen. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ist in den Vorfall eingebunden und wird die weiteren Schritte zur Klärung der Todesursache veranlassen. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Die Polizei prüft auch das „etwaige strafbare Verhalten“ der vor Ort aggressiv aufgetretenen „Schutzsuchenden“, heißt es weiter im Polizeibericht. Die Verstorbene hinterlässt drei Kinder im Alter von neun, fünf und drei Jahren, die sich nun in Obhut des zuständigen Jugendamtes befinden.

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