Studie: Familien mit Kindern leben immer öfter unter dem Existenzminimum | Unzensuriert.de

Studie: Familien mit Kindern leben immer öfter unter dem Existenzminimum

Für Familien mit drei und mehr Kindern wächst in Deutschland seit Jahren das Armutsrisiko.  Foto: CC0 Public Domain
Für Familien mit drei und mehr Kindern wächst in Deutschland seit Jahren das Armutsrisiko.
Foto: CC0 Public Domain
15. April 2019 - 12:14

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Die Belastung mit Steuern und Abgaben ist in Deutschland auf einem Rekordniveau. Das bedeutet für eine Familie mit drei und mehr Kindern mit einem mittleren Jahreseinkommen zwischen 30.000 bis 50.000 Euro brutto sehr oft ein Leben unter dem Existenzminimum. Das zeigt eine Studie im Auftrag des „Familienbundes der Katholiken“ und des „Deutschen Familienverbandes“.

Durchschnittseinkommen als Berechnungsbasis

So liegt das Einkommen einer Familie, die das deutsche Durchschnittseinkommen von 35.000 Euro im Jahr brutto verdient und zwei Kinder versorgt, nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern monatlich 232 Euro unter dem Existenzminimum. Am Jahresende fehlen dieser Familie 2.779 Euro, einer Familie mit fünf Kindern sogar 17.839 Euro. Selbst Familien mit 50.000 Euro Jahresbruttoeinkommen fallen mit mehr als drei Kindern bereits in den roten Bereich.

Damit hat sich die Situation für Familien weiter verschlechtert. Vor fünf Jahren lag das Jahresminus für besagte Vier-Personen-Familie bei 807 Euro, für die Familie mit fünf Kindern bei 14.391 Euro weniger als das Existenzminimum.

Schlechte Aussichten

Diese Berechnungen basieren auf der aktuellen Arbeitsmarktlage. Wenn erst einmal die angekündigten Klimaabgaben, die Schrumpfung der Arbeitsplätze in der Autoindustrie und dergleichen greifen, wird die Situation der Mittelstands-Familien noch dramatisch schlechter aussehen. Doch genau dieser Mittelstand ernährt auch trotz höchster Abgabenlast die gesamte soziale Marktwirtschaft.

Das System des Mittelstandes besteht derzeit noch aus hervorragend ausgebildeten und somit qualifiziert arbeitenden Menschen, die produktive Leistung mit einer gewissen sozialen Befriedigung, dem Einkommen, verbindet. Wenn diese Befriedigung zukünftig per Bruttolohn nur noch auf dem Papier steht und dank der Abgabenüberlastung nicht mehr ausreicht, wird dies eben der Tod der sozialen Marktwirtschaft sein, die ja auch noch 2,5 Millionen relativ unproduktive Neubürger verköstigen will.

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