AfD-Mitbegründer Lucke: Partei sollte sich weiter spalten und Mitglieder ausschließen | Unzensuriert.de

AfD-Mitbegründer Lucke: Partei sollte sich weiter spalten und Mitglieder ausschließen

Symbolbild: Die AfD ist weiterhin auf Erfolgskurs, Ex-AfDler will aber Ausschlüsse sehen. Foto: AfD / Facebook
Symbolbild: Die AfD ist weiterhin auf Erfolgskurs, Ex-AfDler will aber Ausschlüsse sehen.
Foto: AfD / Facebook
12. Februar 2019 - 12:30

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Nur zwei Jahre nach der Gründung der heute höchst erfolgreichen Alternative für Deutschland (AfD) verließ Bernd Lucke sein Projekt wieder. Der Professor der Volkswirtschaften positionierte sich selber stets in der Mitte, kritisierte jede schärfe Gangart, die über eine konservative Linie der CSU hinausging, und wurde schließlich nicht mehr zum Parteichef gewählt, woraufhin er seine Partei gleich ganz verließ.

Auf der Suche nach "Rechtsextremen" in der AfD

Nun meldet er sich aber ausgerechnet über jene Medien zurück, die damals massiv gegen die AfD gewettert haben und es heute noch tun. In einem Brandbrief fordert er nämlich den Ausschluss von sogenannten „Rechtsextremen“ in den eigenen Reihen, weil sie seiner Vorstellung von "Meinungsfreiheit" nicht entsprechen.

Lucke fordert Spaltung seiner ehemaligen Pareikollen

Anlass für seinen offenen Brief sei eigenen Angaben gegenüber diversen Medien sein Interview in der Zeit gewesen. Dort befürwortete er die Beobachtung des Verfassungsschutzes mancher AfD-Parteimitglieder und erhielt so manchen Beschwerdebrief. Konkret wolle er Funktionäre wie den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke, den Bundestagsabgeordneten Thomas Seitz, den sächsischen Landtagsabgeordneten Jörg Urban und den Brandenburger AfD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz nicht mehr in seiner ehemaligen Partei sehen.

Fragwürdiger Zeuge: Verfassungschutz

Er fordert darum öffentlich alle anderen Funktionäre der AfD zur weiteren Spaltung auf: „Machen Sie Ordnung im eigenen Haus, indem Sie zumindest sagen, wo es stinkt.“ Als Unterstützung zieht er ausgerechnet den in letzter Zeit so oft daneben greifenden Verfassungsschutz heran.

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