Nach Zwangspause: Zusammenarbeit von NGO-Schleppern mit Schleuserbanden läuft wieder an | Unzensuriert.de

Nach Zwangspause: Zusammenarbeit von NGO-Schleppern mit Schleuserbanden läuft wieder an

Es geht wieder los: Die NGO-Organisationen „Sea-Watch“, „Proactiva Open Arms“ und „Mediterranea“ „retten“ wieder. Foto:  Irish Defence Forces / Wikimedia (CC BY 2.0)
Es geht wieder los: Die NGO-Organisationen „Sea-Watch“, „Proactiva Open Arms“ und „Mediterranea“ „retten“ wieder.
Foto: Irish Defence Forces / Wikimedia (CC BY 2.0)
23. November 2018 - 19:29

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Gute Nachricht für libysche Schleuserbanden: Die NGO-Organisationen „Sea-Watch“, „Proactiva Open Arms“ und „Mediterranea“ werden nun nach einer längeren Zwangspause ihre Schlepperaktivitäten im Mittelmeerraum gemeinsam wieder aufnehmen. Diese „Frohbotschaft“ für nordafrikanische Schleppersyndikate verkündete „Sea-Watch“-Sprecher Ruben Neugebauer. Und auch die Asylindustrie in den Wunschdestinationen der „Geretteten“ hat Grund zur Freude: „Eine konstante Präsenz von Rettungsschiffen wird wieder hergestellt“, ergänzt Neugebauer.

NGO-Schiff „Sea-Watch3“ in Richtung Libyen ausgelaufen

Als Vorhut, sozusagen, ist jetzt die „Sea-Watch 3“ wieder im Mittelmeer in Richtung der nordafrikanischen Küste unterwegs. Das Schiff saß bekanntlich drei Monate lang auf Malta fest, da es von den maltesischen Behörden wegen Bedenken an der ordnungsgemäßen Eintragung im Schiffsregister am Auslaufen gehindert worden war. Das Schiff fuhr zunächst in eine spanische Werft und dann nach Korsika, wo es am Donnerstag, 22. November, in Richtung Libyen ablegte.

„Qualitätsmedien“ sprechen nach wie vor von „Rettung“ – „Standard“ hält Rekord

Dieselben Medien, die uns weismachen wollen, dass der UN-Migrationspakt auch die Zusammenarbeit europäischer Staaten mit kriminellen afrikanischen Schleuserbanden unterbinden werde, stehen den erneuten „Rettungen“ und somit auch dem damit einhergehenden Sterben auf See durchaus wohlwollend gegenüber.

Anders ist es nicht zu erklären, dass sie das „Teamwork“ zwischen Schleusern und NGOs nach wie vor als „Rettung“ bezeichnen. Den Rekord dabei hält übrigens der Standard. In einem einzigen Bericht über die Aktivitäten der berühmt-berüchtigten „Aquarius“ kommen Ausdrücke wie „Rettung“, „Seenot“, „Hilfsschiff“, „Retter“, „Seenot“ und dergleichen in Summe gleich 70 (!) Mal vor.

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