Die einst großen Tageszeitungen „Bild“, „Welt“ und „Bild am Samstag“ verloren im letzten Jahr um die zehn Prozent Leser.

Bild: Roland Unger / Wikimedia CC BY-SA 3.0
Mainstream-Presse: Leserzahlen von „Bild“, „Welt“ und „BamS“ brechen erneut ein

Auch im dritten Quartal 2018 setzte sich die Talfahrt der überregionalen Mainstream-Tageszeitungen bei Abonnements und Einzelverkauf fort. Laut IVW büßten vor allem Springers Bild, Welt und Bild am Sonntag zwischen 9,7 und elf Prozent ihrer Leser ein. Damit kommt die Bild nur noch auf 1,425 Millionen Exemplare (einschließlich Fußball Bild). Anfang der 1980er Jahre waren es noch mehr als sechs Millionen.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2017 entspricht das Minus der Bild einem weiteren Schrumpfen um elf Prozent. Dennoch bleibt Bild die meistverkaufte Tageszeitung der Bundesrepublik Deutschland.

Welt, Welt kompakt, Süddeutsche, F.A.Z. – alle verlieren Leser

Die Zeitungen Welt und Welt kompakt verloren fast genauso viel wie die Bild, nämlich 9,7 Prozent. Und weiter abwärts ging es auch für die Süddeutsche (minus 5,1 Prozent) und die F.A.Z. (minus 4,7 Prozent).

Lediglich das Handelsblatt konnte einen Zugewinn zum Vorjahr verzeichnen, nämlich um genau sechs Abos und Einzelverkäufe. Dabei retteten die digitalen Angebote die Zeitung: Mehr als die Hälfte sind bereits Digital- und keine Papier-Kunden. Ähnlich sieht es bei der taz aus, die ihr Minus ebenfalls wegen ePaper- bzw. Digital-Kunden relativ stabil halten konnte.

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