Religionen der Welt - Teil 1: Der Alevismus - Spielart des Islam oder humanere Alternative? | Unzensuriert.de

Religionen der Welt - Teil 1: Der Alevismus - Spielart des Islam oder humanere Alternative?

Demonstration von Aleviten, Kurden und Jesiden in Hannover für mehr Hilfe gegen den IS-Terror: Die humaneren Glaubensgemeinschaften werden, ähnlich wie die Christen, oft von Moslems verfolgt. Foto: Bernd Schwabe in Hannover / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Demonstration von Aleviten, Kurden und Jesiden in Hannover für mehr Hilfe gegen den IS-Terror: Die humaneren Glaubensgemeinschaften werden, ähnlich wie die Christen, oft von Moslems verfolgt.
Foto: Bernd Schwabe in Hannover / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
17. Oktober 2018 - 13:27

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Man liest in Mainstream-Medien oft von der "Bereicherung" durch andere Kulturen. Vor allem der erzkonservative sunnitische Islam wird als ganz besonders bereichernd dargestellt. Wobei schwer zu verstehen ist, dass gerade diese Gruppe der Einwanderer, die andere menschen- und frauenfreundlichere Religionen in ihrer Heimat terrorisieren und hierzulande wenigstens schikanieren, in den Himmel gejubelt wird.

Überleben in feindlichem Umfeld

Der Alevismus ist eine erstaunliche Religion mit einem humanistischen Menschenbild sowie Gleichberechtigung von Mann und Frau. Erstaunlich, dass diese menschenfreundliche Religion in einem weitgehend feindlichen Umfeld überleben konnte. Dennoch erbringen Merkel, Antifa und Co. derart viele Bärendienste, dass es Aleviten und anderen bescheideneren Religionen auch hierzulande früher oder später an den Kragen geht.

Ursprung in der Türkei

Der Alevismus stammt aus der Türkei und gilt unter manchen türkischen Historikern als die Religion der ursprünglichen Türken. Als Vorgänger werden vortürkische Religionen angesehen, jedoch wird offiziell der Tod Mohammeds als Beginn des Alevitentums betrachtet. Ebenso spielen schiitische Persönlichkeiten Rollen als Gründer oder wichtige Gelehrte.

Innerhalb der Moslems gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob die Aleviten noch dem Islam zuzuordnen sind. Unter den islamischen Gelehrten, die die Aleviten als zum Islam zugehörig betrachten, herrscht die Meinung vor, dass sie Schiiten sind.

Moslems oder Ketzer?

Im gleichen Maß wie ein Alevit von einem Teil der islamischen Gelehrten und Aleviten selbst als Moslem angesehen wird, wird von islamischen Gelehrten und Herrschern, aber auch von Aleviten selbst die Zugehörigkeit zum Islam bestritten und bekämpft. So gab es innerhalb des Osmanischen Reiches mehrere Wellen der Verfolgung der Aleviten als Abtrünnige, Schiiten oder sonstige Ketzer, je nachdem, wie strikt der sunnitische Islam vom jeweiligen Herrscher und seinen Hilfswilligen ausgelegt wurde.

Humanistische Grundeinstellung

Ob das Alevitentum Teil des Islam ist, kann sich der Leser nun anhand der Werte dieser Religion selbst ausrechnen:

o Gleichberechtigung von Mann und Frau.

o Kein Fasten im Ramadan.

o Vernunft steht vor religiösen Lehren.

o Individueller Glaube steht vor buchstabengetreuer Auslegung.

o Der Koran darf hinterfragt werden. Er ist für Aleviten kein Gesetzbuch, sondern ein Glaubensbuch. Alle vier heiligen Bücher, das heißt die Thora, die Psalmen, das Neue Testament und der Koran sind gleichermaßen anerkannt.

o Musik spielt eine wichtige Rolle.

o Aleviten pilgern nicht nach Mekka.

Mann und Frau ergänzen sich gleichberechtigt

Der Alevit beherbergt - laut Eigendefinition - in seinem Herzen die Menschenliebe, achtet und respektiert jede Religion, Konfession und Glaubensrichtung, macht keine diskriminierenden Unterschiede bezüglich Sprache, Religion, Kultur, Rasse, Hautfarbe, Geschlechterorientierung und zwischen Mann und Frau, beherrscht sein Ego, ist aufrichtig, freundlich, barmherzig, gerecht und liebevoll; legt großen Wert auf Wissen, strebt die eigene geistige Entwicklung an, wendet sich angstfrei und mit Liebe zu Gott hin und betrachtet den Schöpfer (Gott) sowie die Schöpfung (Menschen, Tiere, Natur) als eine Einheit.

Die Alevi bemüht sich um die Erziehung der alevitischen Jugend im Sinne des Alevitentums und auf der Grundlage demokratischer, säkularer, sozialer und moderner Werte unter Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten. Jede Art von Diskriminierung und insbesondere Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Fanatismus sowie Fundamentalismus widersprechen der alevitischen Glaubenslehre.“

Loslösung von der IGGÖ

Es gibt trotz dieser offensichtlichen Unterschiede eine interessante Gemeinsamkeit mit dem orthodoxen Islam. Natürlich wird nicht jeden Freitag geköpft, aber um zu überleben, wird notfalls die Taqiyya angewandt, also die eigene Religion geleugnet. Daher hört man gelegentlich, Aleviten seien überhaupt die besten Moslems. Aufgrund der Religionsfreiheit in Österreich hat sich die Alevitische Glaubensgemeinschaft jedoch hierzulande von der IGGÖ 2010 losgesagt.

In der Türkei nur als "Folklore" geduldet

In der Türkei ist die Religion nicht offiziell anerkannt. Deren religiöse Feiern dürfen derzeit immerhin unter dem Deckmantel der „Folklore“ veranstaltet werden. Wie sehr das Alevitentum dem Islam zugehörig ist, kann jeder Kenner des Islam anhand folgenden Videos selbst beurteilen. Verraten sei nur so viel: Es gibt Bilder, Musik und kopftuchlose Frauen, die mit Männern tanzen.

Trügerische Sicherheit in Europa

Doch Vorsicht ist geboten: Mit der bisherigen "Willkommenskultur" und grenzenloser "Multikulti"-Naivität landen Aleviten auf dem Präsentierteller für Erdoğans Geheimdienst. Auch sonstige Bereicherer scharren bereits in den Startlöchern und werden dann das tun, wofür Mutti und ihr Gefolge schon Betroffenheitsfloskeln vorbereitet haben.

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