Bayern und Hessen: Merkel-Treueschwur trotz bevorstehender Wahlniederlagen | Unzensuriert.de

Bayern und Hessen: Merkel-Treueschwur trotz bevorstehender Wahlniederlagen

Obwohl Umfragen schwere Verluste für die CSU wegen des Merkel-Kurses vorhersagen, lobt Innenminister Seehofer die Kanzlerin demonstrativ. Foto: Freud / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Obwohl Umfragen schwere Verluste für die CSU wegen des Merkel-Kurses vorhersagen, lobt Innenminister Seehofer die Kanzlerin demonstrativ.
Foto: Freud / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
7. Oktober 2018 - 16:48

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Nach den unglaublichen Entgleisungen im Fall Chemnitz befinden sich die Zustimmungswerte zu Bundeskanzlerin Angela Merkel im freien Fall. Nur noch 47 Prozent der Bundesbürger wünschen sich künftig „eine wichtige politische Rolle“ für Merkel. Im vergangenen Jahr waren es noch 68 Prozent.

Auch innerparteilich ist sie zunehmend isoliert. Zuletzt scheiterte sie an der Wahl des Fraktionsvorsitzenden – ihr Wunschkandidat fiel durch. Immer offener wird daher in der Union über ihre Nachfolge diskutiert.

Seehofer und Bouffier: Schlechte Umfragewerte auch wegen Merkel-Kurs

Ausgerechnet jetzt rückt CSU-Chef Horst Seehofer aus, um Angela Merkel demonstrativ den Rücken zu stärken. Er nannte es „richtig“, dass sich Merkel am Parteitag im Dezember als CDU-Vorsitzende der Wiederwahl stellen wolle. Sie sei „in Topform“. Damit hat Seehofer seiner CSU einen Bärendienst erwiesen: Nächstes Wochenende in Bayern drohen massive Verluste drohen, weil die CSU auf den Merkelschen Linkskurs eingeschwenkt war.

In Hessen wird nur zwei Wochen später gewählt. Doch auch dort agiert Hessens Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier wie im DDR-Politbüro. Er zeigt sich überzeugt, dass der CDU-Parteitag im Dezember in Hamburg „ziemlich unspektakulär“ verlaufen werde und Merkel mit „klarer Zustimmung“ rechnen könne.

Auch Bundestagspräsident Schäuble rückt aus

Zu guter Letzt sprang auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble seiner Ziehtochter bei. Er zeigte sich überzeugt, dass Merkel als CDU-Vorsitzende wiedergewählt wird.

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