ARD und ZDF unterhalten nur noch Rentner. „Betreutes Denken“ wollen immer weniger Seher konsumieren.

Bild: Lupus in Saxonia / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Ehemaliger RTL-Chef Thoma sieht in ARD und ZDF nur noch Altenheimversorgung

Der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma, der RTL Mitte der 1980er-Jahre zu einem der erfolgreichsten TV-Sender Europas machte, lässt an den heutigen TV-Programminhalten kein gutes Haar. „Wenn wir es genau betrachten, ist es in Deutschland heute so, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten praktisch eine Art Altenheimversorgung darstellen“, bringt es Thoma im Gespräch mit horizont.at auf den Punkt. Unzensuriert betrachtet es auch genau: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten polarisieren mit ihrer einseitigen, linken Berichterstattung, was seit 2015 sogar absurde Züge angenommen hat. Doch immer weniger Bürger wollen das „betreute Denken“ durch ARD und ZDF und suchen sich Alternativen.

Privatsender saturiert

Doch auch die privaten Sender sieht der 79-jährige Österreicher kritisch. Die beiden großen Gruppen ProSiebenSat.1 und RTL hätten durch ihren Marktanteil von 86 Prozent kein Interesse daran, wirkliches Programm zu machen. „Die beiden würden am liebsten das Testbild senden, wenn es ginge“, so Thoma.

Dadurch erhöhen sich die Gewinne, aber es tut sich nichts mehr. ProSieben wiederholt bis zu 200-mal eine Folge von ,Big Bang Theory‘, sonst sei kaum etwas vorhanden; „RTL zeigt immer noch die Autobahnpolizei ,Cobra 11′,“ so der Medienfachmann.

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