Ungarisches Fernsehen kritisiert manipulativen Chemnitz-Bericht der ARD | Unzensuriert.de

Ungarisches Fernsehen kritisiert manipulativen Chemnitz-Bericht der ARD

Die Berichterstattung der ARD zum Thema Chemnitz ist derart manipulativ, dass es schon im Ausland auffällt. Foto: Ankawü / Wikimedia gemeinfrei
Die Berichterstattung der ARD zum Thema Chemnitz ist derart manipulativ, dass es schon im Ausland auffällt.
Foto: Ankawü / Wikimedia gemeinfrei
7. September 2018 - 14:21

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Seit Wochen berichten deutsche Einheitsmedien, allen voran ARD und ZDF, höchst einseitig und manipulativ über die Chemnitzer Demonstration gegen Ausländergewalt. Ein Höhepunkt war der Beitrag in der ARD-Sendung "Tagesthemen" am 1. September über den friedlichen Trauermarsch von AfD, Pegida und Pro Chemnitz, der an diesem Tag stattfand.

ARD mischte Gewaltszenen in Beitrag über friedlichen Trauermarsch

Die ARD mischte unter diesen Beitrag Aufnahmen von Rangeleien rechter Demonstranten mit Polizisten und Journalisten sowie Bilder von einer Menge, die rief „Wir sind die Fans! Adolf Hitler Hooligans!“. Diese Szenen hatten sich zwar in Chemnitz ereignet, allerdings schon eine Woche zuvor bei einer Kundgebung, die mit AfD, Pegida oder Pro Chemnitz nichts zu tun hatte.

Dass diese Szenen nicht von dem Trauermarsch am 1. September stammten, wurde freilich nicht dazugesagt. Für den Zuseher entstand so der Eindruck, die Teilnehmer des Trauermarsches seien gewalttätig gewesen und hätten die Parolen mit Adolf Hitler gerufen. Am Tag darauf entschuldigte sich die ARD für diesen angeblichen „Fehler“. Doch der Schaden war angerichtet.

Ungarisches Fernsehen berichtet über manipulativen ARD-Bericht

Der Journalist Klaus Kelle kritisierte diese mutmaßliche Manipulation im Focus scharf. Doch auch im Ausland schlug diese Fehlinformation der ARD Wellen. Die Nachrichten des ungarischen öffentlichen Fernsehens brachten am 6. September einen Beitrag mit dem Titel „Das öffentliche deutsche Fernsehen betrog die Zuschauer“.

Darin wurde der Sachverhalt mit den falschen Bildern zum Trauermarsch ausführlich geschildert. Außerdem zeigte das ungarische Fernsehen kritisch auf, dass kein einziger Teilnehmer des Trauermarsches, dafür aber zahlreiche Teilnehmer der wesentlich kleineren Gegendemonstration interviewt wurden. Für die ungarischen Journalisten entstand so ein deutlicher Eindruck: Das deutsche öffentliche Fernsehen will die Demonstration gegen Ausländergewalt als gewalttätig darstellen, die Gegendemonstration für die Einwanderung hingegen als friedlich.

Fragen der Ungarn an die ARD bleiben unbeantwortet

Das ungarische Fernsehen fragte bei der ARD an, ob es ihrer Meinung nach ein Muster in einer derartigen Berichterstattung gebe und ob jemand für den angeblichen Fehler in dem Bericht über den Trauermarsch zur Verantwortung gezogen worden sei. Das ungarische Fernsehen hatte bis zum 6. September keine Antwort erhalten.

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