Deutschlands Bundesbankpräsident Weidmann hält auf die nachhaltige ökonomische Gesundung Griechenlands keine großen Stücke.

Bild: Chatham House / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Bundebankpräsident Weidmann: Griechenland ist nicht über den Berg

Griechenland ist nach Auslaufen des Euro-Rettungsschirms noch nicht über den Berg. Dieser Expertenmeinung ist jedenfalls die Deutsche Bundesbank in Person ihres Präsidenten Jens Weidmann. Finanzexperte Weidmann sieht Athen noch lange nicht über der Ziellinie, sondern kann ökonomisch höchstens das Erreichen eines Meilensteins nach den 288,7 Milliarden Euro schweren Krediten in den letzten neun Jahren sehen.

Vor allem das engagierte Verfolgen einer fortgesetzten Reformpolitik sieht der Bundesbankpräsident bei der griechischen Regierung und Politik insgesamt als nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Auch weiterhin vorhandene sogenannte „faule Kredite“ im Gesamtwert von rund 100 Milliarden Euro in den Bilanzen griechischer Banken stimmen den Finanzfachmann aus Deutschland pessimistisch.

Wahljahr 2019 könnte zu Reformstopp in Athen führen

Vor allem das bevorstehende Wahljahr 2019 in Griechenland lässt internationale Beobachter an einer Weiterführung tiefgreifender Reformschritte zur nachhaltigen wirtschaftlichen Gesundung zweifeln. Sowohl die linke Regierungspartei SYRIZA unter Ministerpräsident Alexis Tsipras, als auch die aus konservativen und sozialdemokratischen Gruppen bestehende Opposition könnte sich bei Wahlgeschenken wieder einen Wettbewerb liefern.

Die tatsächliche Umsetzung nach geschlagener Wahl könnte Athen wieder zu einem völligen Reformstopp führen. Schon jetzt wirbt Regierungschef Tsipras unter dem Titel „Finanzautonomie“ für einen Rückfall in die alte Politik der Griechen.

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