Nach dem Schadenersatzurteil von 289 Millionen US-Dollar steht Monsanto wieder in der öffentlichen Diskussion.

Bild: Herzi Pinki / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Monsanto: Wegen Glyphosat zu 289 Millionen US-Dollar Schadenersatz verurteilt

Ein US-Gericht in San Francisco hat in Sachen Glyphosat mit einer Entscheidung einen Paukenschlag gesetzt. Wegen des Wirkstoffs Glyphosat im Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ wurde der US-Konzern Monsanto zu nicht weniger als 289 US-Dollar Schadenersatz verdonnert. Gerichtliche Begründung für die Schadenersatzsumme, die an einen im Sterben liegenden krebskranken Bürger gehen soll: Monsanto hätte nicht ausreichend vor den Risiken des Produkts „Roundup“ gewarnt.

Der US-Konzern hatte bisher jeden Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und dem Einsatz seines Unkrautvernichtungsmittels zurückgewiesen. Neben dem Verfahren in San Francisco laufen tausende weitere einschlägige Klagen gegen Monsanto wegen Glyphosat.

Monsanto putzt sich ab

Monsanto beruft sich in all diesen Verfahren auf Behördenentscheidungen, die Glyphosat für unbedenklich diagnostiziert hätten, und auf den Einsatz in den letzten 40 Jahren, der problemlos erfolgt sei. 2015 hatte allerdings die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als bedenklich eingestuft.

Auch ein Gericht in Brasilien hat den Einsatz von „Roundup“ jetzt gestoppt und will abwarten, welche neuerliche Beurteilung die dortigen Umwelt- und Gesundheitsbehörden zum Bestandteil Glyphosat abgeben.

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