Welt-Ölkartell: Bildet Russland mit Verbündeten neue Super-OPEC?

Die Moskauer Lukoil-Zentrale könnte bald das Hauptquartier einer neuen Super-OPEC werden.  Foto: Vladimir Menkov / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Die Moskauer Lukoil-Zentrale könnte bald das Hauptquartier einer neuen Super-OPEC werden.
Foto: Vladimir Menkov / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
10. Juli 2018 - 19:00

Neue Bewegung kommt ins Gefüge der aktuellen Weltwirtschaftsordnung. Nach den Blockadeaufrufen der USA gegenüber der Welt, keine Erdölexporte des Iran zuzulassen, regt sich Widerstand bei einzelnen Mitgliedern der Erdölorganisation OPEC. An der Spitze dieser Widerstandsbewegung steht Russland, das hinter den Kulissen an einer neuen Super-OPEC ohne den USA bastelt. Laut Experten soll auch Saudi-Arabien mit an Bord dieses alternativen Welt-Ölkartells geholt werden. Weitere Kandidaten für ein solches Bündnis könnten der Iran, China, Venezuela und die Türkei sein.

Russland, und insbesondere der als Stratege hinter diesen wirtschaftspolitischen Plänen stehende Staatspräsident Wladimir Putin möchte sich mit diesem neuen Plan auch gegen die immer noch aufrechterhaltenen Wirtschaftssanktionen durch die USA und die EU wehren.

Alternative Super-OPEC könnte BRICS-Bündnis befeuern

Die von Moskau geplante alternative Super-OPEC könnte auch das aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gebildete BRICS-Bündnis ökonomisch und politisch befeuern. Die BRICS-Staaten verfolgen seit Jahren den Plan die Hegemonie der USA und des US-Dollars in der aktuellen Weltwirtschaftsordnung zu beenden und mit Einrichtungen wie einer alternativen Weltbank und eines alternativen Internationalen Währungsfonds eine neue Ära einzuläuten, die nicht von Washington bestimmt wird.

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