Kandel: Prozess gegen den Mörder von Mia ohne Öffentlichkeit vor der Jugendkammer

Nach Mias Ermordung gab es landesweit Demonstrationen gegen die Einwanderungspolitik der Regierung unter dem Motto „Kandel ist überall“. Foto: Frauenbündnis Kandel
Nach Mias Ermordung gab es landesweit Demonstrationen gegen die Einwanderungspolitik der Regierung unter dem Motto „Kandel ist überall“.
Foto: Frauenbündnis Kandel
17. Juni 2018 - 7:17

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Die 15-jährige Mia war Ende Dezember in einem Drogeriemarkt in Kandel in Rheinland-Pfalz erstochen worden. Als mutmaßlicher Täter gilt ihr Ex-Freund, ein "Flüchtling" aus Afghanistan.

Keine Zuschauer beim Prozess um Mord an Mia

Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Mia startet am 18. Juni vor dem Landgericht Landau der Prozess. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.

Zweifel am Alter des mutmaßlichen Täters

Der mutmaßliche Täter hatte sein Alter mit 15 Jahren angegeben und war als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland aufhältig. Doch es wurden bald Zweifel an dieser Altersangabe laut. Ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass der Afghane zur Tatzeit mindestens 17 Jahre und sechs Monate alt war, wahrscheinlich aber schon 20. Um Klarheit zu bekommen, gab die als Jugendkammer fungierende zweite Strafkammer ein Zusatzgutachten in Auftrag. Am 12. Juni sagte ein Sprecher des Landgerichts Landau, dass die Zweifel am Alter des mutmaßlichen Täters nicht ausgeräumt werden konnten. Der mutmaßliche Täter gilt deshalb als Jugendlicher, auf den Jugendstrafrecht anzuwenden ist. Deshalb wird der Fall vor der Jugendkammer in Landau verhandelt.

Völlig verfehlte Migrationspolitik

Der grausame Mord löste eine Welle an Demonstrationen unter dem Motto „Kandel ist überall“ gegen die Folgen der völlig verfehlten Migrationspolitik aus. Die Demonstranten fordern die verantwortlichen Politiker auf, endlich Konsequenzen aus den schrecklichen Verbrechen zu ziehen, die inzwischen überall passieren. Denn die Opfer von Ausländergewalt sind das Ergebnis des fahrlässigen Imports von Tätergruppen im Namen einer „Menschlichkeit“, die bereit ist, Leib und Leben der eigenen Staatsbürger aufs Spiel zu setzen, es also geringer zu achten als jenes der Fremden.

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