Angela Merkel fällt durch Austrophobie und Überwachungs-Phantasien ungut auf | Unzensuriert.de

Angela Merkel fällt durch Austrophobie und Überwachungs-Phantasien ungut auf

Deutschlands umstrittene Kanzlerin Angela Merkel: Gegen Österreich traut sie sich, gegen den Vatikan nicht. Foto: Sven Mandel / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Deutschlands umstrittene Kanzlerin Angela Merkel: Gegen Österreich traut sie sich, gegen den Vatikan nicht.
Foto: Sven Mandel / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
4. Juni 2018 - 13:50

Wer aufmerksam das Zeitgeschehen verfolgt, mag das Verhalten von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel gleich in mehrfacher Hinsicht als zumindest „etwas einseitig“ empfinden. Da ist etwa das wiederholt zutage tretende unfreundliche Verhalten von Merkel & Co. gegen Österreich. Diplomatische Wortwahl ließ die Pfarrerstochter mit bemerkenswerter FDJ-Vergangenheit ganz deutlich schon bei der Schließung der Balkanroute vermissen, die nicht zuletzt durch das Wirken der damaligen österreichischen Bundesregierung zustande kam.

"Nicht dankbar" für Schließung der Balkanroute

Leicht gereizt ereiferte sich Merkel beispielsweise in einem Interview mit dem Südwestdeutschen Rundfunk: „Ich bin Österreich nicht dankbar“, wobei dieser undiplomatische Ausritt nicht der einzige war. Dabei regierte damals sogar noch eine politisch ziemlich korrekte Rot-schwarze Koalition in Wien, gegen die Merkel vom Leder zog, anstatt sich um drängende Angelegenheiten in den eigenen 16 Bundesländern zu kümmern.

Dann war da doch jüngst die Polemik von merkel-loyalen CDU-Granden gegen Österreich, als es die Österreichische Bundesregierung gewagt hatte, sich wie die überwältigende Mehrheit der internationalen Gemeinschaft nicht an der Ausweisung russischer Diplomaten zu beteiligen. Wo blieb denn etwa die Kritik an den islamischen Staaten, dem Vatikan und vielen anderen Ländern, die denselben Standpunkt wie Österreich vertraten? Da hielt man sich in der Merkelgefolgschaft mit jeder Kritik „vornehm“ zurück.

Geheimdienst-Überwachung der AfD?

Eine Dauerprovokation eigener Art sind die ständigen Forderungen aus offensichtlich Merkel-treuer Richtung samt „politisch korrekten“ Medien nach einer geheimdienstlichen Überwachung der eng und vertrauensvoll mit der österreichischen Regierungspartei FPÖ zusammenarbeitenden AfD. Längst haben beide Parteien im Sinne ihrer „Blauen Allianz“ schon Routine, etwa in der Entsendung von Rednern zu wichtigen Veranstaltungen der anderen Partei wie dem Abhalten eines gemeinsamen Gipfeltreffens und Ähnlichem.

Das Projekt einer geheimdienstlichen Überwachung gegen die größte bundesdeutsche Oppositionspartei AfD, etwa durch den Verfassungsschutz, würde doch nur Sinn machen, wenn selbige Überwachung sich gerade auf wichtige Partner der AfD bezöge, zu denen natürlich auch der italienische Wahlsieger Fünf-Sterne-Bewegung gehört. Wann geht Frau Merkel endlich auf Distanz zu derartig provokanten Überwachungsphantasien, die gerade Menschen in Österreich als Zumutung empfinden müssen? Dies gilt umso mehr, da mit der nachrichtendienstlichen Überwachung einer Partei durch den bundesdeutschen Verfassungsschutz üblicherweise „Zersetzungsarbeit“ verbunden ist. Offensichtlich kultiviert man im System Merkel gerne eine einseitige Stimmung gegen Österreich und mit Österreich freundlich verbundene Menschen.

Kein Merkel-Mucks zu skandalösen Vorgängen im Vatikan

Dabei hätten Merkel & Co. durchaus mehr als genug Gelegenheit, mit deutlichen Worten gegen wirklich skandalöse Vorgänge Stellung zu beziehen. Bis zu dieser Stunde vermisst man jede Verurteilung, und sei es auch nur „diplomatisches Bedauern“, zur amtskirchlichen Ehrung aus dem Vatikan für den berüchtigten Antisemiten und Deutschenhasser Kardinal August Hlond. Beispielsweise hätte Kanzlerin Merkel in Reaktion auf diese Unsäglichkeit zumindest das ohnehin umstrittene Nazi-Konkordat von 1933, auch genannt Reichskonkordat, zur Disposition stellen können.

Keine Abgrenzung zum Antisemitismus

Auch sonst muss man bei der CDU ziemlichen Handlungsbedarf nicht zuletzt bei der glaubwürdigen Abgrenzung zum Antisemitismus feststellen. Als etwa in den letzten Monaten der auch mit einem handfesten Finanzskandal hervorgetretene Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, einen aus einem anderen Priesterseminar unter anderem wegen antisemitischer Ausschreitungen hinausgeworfenen Bewerber erst zum Diakon und dann auch noch zum Priester weihte, gab es seitens der so gerne sich österreich-kritisch gebärdenden  Merkel-Truppe keine Distanzierung. Von jüdischer Seite hatte es sehr wohl heftige Proteste gegeben. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hielt unter anderem fest:

Das gute Verhältnis, das Miteinander der katholischen Kirche mit jüdischen Gemeinden in Deutschland sind durch diesen Vorgang geschädigt“ und (...) insoweit fühle ich mich getäuscht.

Merkels Nahverhältnis zur Amtskirche

Man stelle sich eine derartige Personalpolitik bei einer der österreichischen Regierungsparteien vor! Dort bedeutet antisemitistisches Fehlverhalten rasch das Ende jeder politischen Karriere. In der mit Merkel gerne verbundenen Amtskirche führt derartiges Fehlverhalten zu Kirchenamt bis hin zur möglichen Seligsprechung, womit Frau Merkel offensichtlich - anders als mit Österreich - keine ernsten Probleme hat. Ist Merkel vielleicht  ein bisschen austrophob? In einer Demokratie wird man doch noch fragen dürfen.

Vielleicht spielt für das wohlwollende Verhalten von Merkel und ihren Gefolgsleuten, etwa für den Eichstätter Skandalbischof Hanke, auch eine Rolle, dass dieser die Ausgrenzungs-, ja Verhetzungspolitik nicht zuletzt amtskirchlicher Kreise gegen die mit Österreich offenkundig auf gutem Fuße stehende AfD mitgetragen hat.

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