Noch immer peinliches Schweigen von Merkel zu Vatikan-Ehrung für Judenhasser Hlond | Unzensuriert.de

Noch immer peinliches Schweigen von Merkel zu Vatikan-Ehrung für Judenhasser Hlond

Entscheidungen des Vatikan (Bild: Petersplatz Rom) scheinen für die CDU sakrosankt zu sein, egal wie umstritten sie sind. Foto: Diliff / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Entscheidungen des Vatikan (Bild: Petersplatz Rom) scheinen für die CDU sakrosankt zu sein, egal wie umstritten sie sind.
Foto: Diliff / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)

Jetzt hat die Merkel-CDU ihre vorgebliche Aktionswoche „Von Schabbat zu Schabbat – Gemeinsam gegen Antisemitismus“ gestartet. Im Einsatz gegen Antisemitismus gibt es sicher sehr viel zu tun. Man denke nur an islamistischen Antisemitismus mit brutalen Attacken in jüngster Zeit auf jüdische Menschen auch mitten in EU-Ländern. Dann hat man ganz offensichtlich aber auch katholisch-amtskirchlichen Antisemitismus nicht zu verharmlosen. Man denke nur an die jüngste Ehrung des Vatikans für den berüchtigten polnischen Antisemiten und Primas August Hlond (unzensuriert berichtete), die als Vorstufe zu dessen Seligsprechung zu sehen ist.

Zahnlose CDU-"Aktionswoche"

Derartiges skandalöses Verhalten haben Merkel & Co. bei ihrer sogenannten Aktionswoche aber offensichtlich nicht im Blick: kein Protest gegen die amtskirchliche Ehrung des Antisemiten und Deutschenhassers Hlond. Offensichtlich gab es nicht einmal eine diesbezügliche Einbestellung des päpstlichen Nuntius in Berlin, um bundesdeutsche Missstimmung amtlich kund zu tun.

Bei Wiliamson-Entgleisung griff Merkel Papst Benedikt scharf an

Als es 2009 infolge der verwerflichen Aussagen eines einzelnen Weihbischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X., Richard Williamson, zu medialer Aufregung kam, nutzte Kanzlerin Merkel die Gelegenheit, um gleich gegen den damals amtierenden Papst Benedikt XVI. loszugeifern, der kurz vorher die eh umstrittene Exkommunikation der Weihbischöfe der Priesterbruderschaft St. X. für aufgehoben erklärt hatte. Die Tiraden von Merkel waren so arg, dass sie selbst umgehend von Parteifreunden wie amtskirchlichen Bischöfen einschließlich Kardinal Reinhard Marx kritisiert wurde. Der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt,  Werner Münch, trat, verbunden mit heftiger Kritik an Merkel, sogar aus der CDU aus.

Weihbischof Williamson hetzte nie gegen Juden

Umso peinlicher ist das jetzige Schweigen von Merkel & Co. zur vatikanischen Ehrung für den berüchtigten Antisemiten und regelrechten Deutschenfresser Hlond. Anders als dieser hat übrigens besagter Weihbischof Williamson offensichtlich nie zu antisemitischen Boykottaktionen aufgerufen. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich übrigens klar gegen Antisemitismus abgegrenzt, worauf man sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen stoßen konnte. Der frühere Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Franz Schmidberger, schrieb: „Sie wissen genauso wie ich, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. sich längst und unmissverständlich von den Verirrungen des Bischofs Williamson distanziert hat.“ Längst ist Williamson von der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossen worden.

Trotz jüdischer Proteste Vor-Seligsprechung Hlonds

Gegenüber dem notorischen antijüdischen Hetzer Hlond geht die nachkonziliare Amtskirche in eine entgegensetzte, ganz üble Richtung: Trotz nicht zuletzt jüdischer Proteste bahnt man ihm zu Ehren den Weg zur Seligsprechung! Da stellt sich, nicht zuletzt österreichisch wie bundesdeutsch gedacht, die Frage, ob nicht zumindest Teile der nachkonziliaren Amtskirche längst ein Fall für den Verfassungsschutz sind!

Salesianer sagten sich nie von ihrem Bruder Hlond los

Das gilt etwa in Hinblick auf die Ordensgemeinschaft der Salesianer des heiligen Don Bosco, deren Mitglied Hlond war und die jede Distanzierung von ihrem berüchtigten Mitglied vermissen lassen. Dies gilt gerade auch bezüglich der von Hlond gegründeten „Gesellschaft Christi für die Emigranten“ (siehe dazu deutsche Ausgabe des Osservatore Romano vom 25. Mai 2018 Seite 4 und das Lexikon für Theologie und Kirche).

Letztere Gruppierung widmet sich nach eigener Aussage dem „Apostolat für die sich im Ausland aufhaltenden polnischen Landsleute“. Selbiges erinnert tatsächlich sehr an die „religiöse“ türkische Auslandsarbeit. Die steht ja bekanntlich auch in der Kritik.

Zentrale Frage nach wie vor offen

Auf jeden Fall wird man doch noch CDU-Funktionären, einschlägigen österreichischen Politikern sowie Vertretern der Amtskirche auf den Zahn fühlen dürfen mit der Frage. „Wie hältst du‘s mit dem Antisemiten und Deutschenhasser August Hlond?“ Ähnlich der Merkel-CDU behaupten ja auch die österreichische und die deutsche Bischofskonferenz gegen Antisemitismus und generell für verfolgte Menschen und nicht für deren Bedränger zu wirken.

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