Rapper Farid Bang beschimpft AfD-Weidel als „Nazi-Bitch“ und droht, ihr Nasenbein zu brechen

Echte Sympathieträger: Die deutschen Rapper Farid Bang (l.) und Kollegah auf einer Aufnahme aus 2009. Foto: Lars Henning Schroeder / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
Echte Sympathieträger: Die deutschen Rapper Farid Bang (l.) und Kollegah auf einer Aufnahme aus 2009.
Foto: Lars Henning Schroeder / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
15. Mai 2018 - 22:22

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Nach dem Echo-Eklat sorgt der Rapper Farid Bang für die nächsten Schlagzeilen. Nachdem er für die antisemitische Textpassage in seinem Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3", massiv kritisiert worden war, legt er jetzt nach. Diesmal sind jedoch nicht die „definierten Körper“ von „Auschwitz-Insassen“ an der Reihe, sondern Alice Weidel.

Weidel prüft rechtliche Schritte gegen Prolo-Rapper

Die AfD-Politikerin prüft nun rechtliche Schritte gegen den Rapper. Anlass ist ein etwa 20 Sekunden langer Song-Ausschnitt, in dem er Alice Weidel als „Nazi-Bitch" und „Nutte" bezeichnet und damit droht, ihr das Nasenbein zu brechen. Der am Montag Abend unter dem Motto „Hier nochmal ne kleine Kostprobe zu Killa 2018" veröffentlichte Instagram Ausschnitt aus seinem neuen Song hört sich wörtlich so an:

Brech' Alice Weidel ihr Nasenbein, es wird zu gravierend. Und wenn mein Haken trifft, kann die Nazi-Bitch ihren Namen nicht mehr buchstabieren. Nutte du weißt, die Polizei findet dich in der U-Bahn liegend, weil du mir den Pass abnehmen wolltest.

„Asozialer Marokkaner" lieferte Grund für Weidels Tweet

Grund für das „Zerwürfnis“ zwischen Bang und Weidel war der Umstand, dass Bang und sein Rap-Partner "Kollegah" im April trotz antisemitischer  Textzeilen mit dem Echo-Musikpreis ausgezeichnet worden waren.  Weidel hatte damals Anspielung auf dessen Song „Asozialer Marokkaner" getwittert, der in Spanien geborene und in Deutschland aufgewachsene Rapper mit marokkanischen Wurzeln sei „nichts weiter als ein asozialer Marokkaner".


Provokation ging auch für Campino zu weit

Nicht nur dem Frontmann der Musikgruppe „Die Toten Hosen“, Campino, gingen Farid Bangs Provokationen zu weit, und so fand er deutliche Worte im Zuge der Preisverleihung. Auch die Plattenfirma BMG beendete nach dem Echo-Eklat Ende April die Zusammenarbeit mit dem Rapper.

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