Griechenland: Bereitschaftspolizei führt Razzia gegen illegale Migranten durch | Unzensuriert.de

Griechenland: Bereitschaftspolizei führt Razzia gegen illegale Migranten durch

Die griechische Hafenstadt Patras ist eine Schleuse nach Italien und Mitteleuropa für illegale Migranten. Foto: Conudrum~commonswiki / Wikimedia (  CC-BY-SA-3.0)
Die griechische Hafenstadt Patras ist eine Schleuse nach Italien und Mitteleuropa für illegale Migranten.
Foto: Conudrum~commonswiki / Wikimedia ( CC-BY-SA-3.0)
15. Mai 2018 - 17:00

Eine Aktion Scharf hat die griechische Bereitschaftspolizei in der Nacht vom 14. auf den 15. Mai 2018 gegen illegale Migranten in der Umgebung des Hafens der Stadt Patras durchgeführt. Im Rahmen der Polizei-Razzia sind mehr als 600 Illegale in Haft genommen worden. Im Anschluss daran wurden die aufgegriffenen Migranten von den Polizeikräften in andere Landesteile Griechenland verbracht. Im Einsatz bei dieser Razzia waren rund 300 Bereitschaftspolizisten eingesetzt. Großen Widerstand sollen die aufgegriffenen Zuwanderer gegenüber den Polizeikräften nicht geleistet haben.

Patras ist als Hafenstadt seit vielen Jahren ein Zentrum für illegale Einwanderer in Griechenland. Die Illegalen stammen zum überwiegenden Teil aus Pakistan und Afghanistan. Über Patras gelangen viele über den Seeweg nach Italien. Vielfach verstecken sich die Illegalen in LKW, um im Zuge des Fährbetriebs nach Italien zu gelangen. Zielhäfen sind in Italien die Küstenstädte Bari, Ancona, Triest und Brindisi.

Gewalttätige Auseinandersetzungen unter den Migranten

In den letzten Wochen eskalierte die Situation in Patras, nachdem es zwischen den unterschiedlichen Migrantengruppen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war. Zuletzt wurden sogar Messer, Pistolen und eine Schusswaffe eingesetzt, wobei ein 17 jähriger Jugendlicher den Tod fand. Nachdem die Balkanroute im direkten Weg nur mehr schwer erfolgreich zu durchqueren ist, suchen viele Pakistani und Afghanen den Weg von Griechenland über Italien nach Mitteleuropa.

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