Schwedische „Experten“ negieren Einwanderung als Hauptursache der Gruppenvergewaltigungen

Gruppenvergewaltigungen sind fast zur Gänze auf „Multikulti“ zurückzuführen. Foto: gribouille334700 / pixabay.com
Gruppenvergewaltigungen sind fast zur Gänze auf „Multikulti“ zurückzuführen.
Foto: gribouille334700 / pixabay.com

In Schweden haben zwei Hauptstrom-Medien kürzlich enthüllt, dass fast alle Gruppenvergewaltiger ausländischer Herkunft sind. Den Anfang machte die Zeitung Expressen, die im März berichtete, dass von 43 verurteilten Gruppenvergewaltigern 42 Migrationshintergrund haben. Daraufhin veröffentlichte Aftonbladet am 7. Mai eine weitere Untersuchung, wonach von 112 Verurteilten der Jahre 2012 bis 2017 mindestens 88 Prozent Migrationshintergrund haben und 73 Prozent außerhalb Europas geboren sind.

Derart offene Berichte waren in Schweden bisher ein absolutes Tabu. Es gab zuvor ausschließlich eine private Untersuchung, die von den Systemmedien komplett ignoriert wurde. Daher ist es nun interessant, die Reaktionen in Schweden auf diesen Tabubruch zu analysieren.

„Experten“ sollen Multikulti freisprechen

Sowohl Expressen und Aftonbladet ließen im Zuge ihrer Enthüllungen diverse „Experten“ zu Wort kommen, von denen die meisten versuchen, den Zusammenhang zwischen Einwanderung und Gruppenvergewaltigungen auf verschiedene Arten zu negieren oder zumindest zu relativieren. Kein einziger stellt die schwedische Einwanderungspolitik auch nur ansatzweise in Frage.

In Expressen wird ein Professor vom Institut für Gerichtsmedizin befragt. Damit konfrontiert, dass von 43 Tätern 42 Einwanderer sind, sagt er:

Diese Zahlen weisen nicht auf einen sicheren Ursachenzusammenhang hin. Stattdessen gibt es Anhaltspunkte in der Forschung, dass der Migrationshintergrund an sich nicht für die Überrepräsentation verantwortlich ist.

Auf die erwähnten „Forschungen“ geht er nicht weiter ein. Ebenfalls in Expressen kommt die Forscherin Stina Holmberg von der Behörde BRÅ („Rat zur Verhinderung von Verbrechen“) zu Wort. Diese Behörde hat die Aufgabe, Kriminalstatistiken zu erstellen. BRÅ ist bekannt für die Vertuschung von Ausländerkriminalität. So wurde in den Kriminalstatistiken das Merkmal „Herkunft“ entfernt. Die letzte Studie von BRÅ über Vergewaltiger, die auch die Herkunft berücksichtigt, stammt von 2005. Stina Holmberg sagt Folgendes zur Untersuchung von Expressen:

Wir haben keine Studie genau dazu gemacht, aber die Zahlen verwundern mich nicht. In unserer Studie von 2005 war es fünfmal wahrscheinlicher, dass ein im Ausland Geborener wegen Vergewaltigung tatverdächtig war als ein in Schweden Geborener mit schwedischen Eltern. Es ist klar, dass das unter Einwandererburschen häufiger ist, aber es ist ein verschwindend kleiner Teil von allen [Einwanderern], die diese Art von Verbrechen begehen. Die 43, die verurteilt wurden, kann man in ein Verhältnis zu den 163.000 setzen, die 2015 in Schweden um Asyl angesucht haben.

Auf die Frage, ob eine neue Studie wie die von 2005 benötigt wird, sagt Holmberg:

Ich verstehe absolut das Argument, dass man die Studie wiederholen sollte, und das ist nicht unmöglich. Ich selbst glaube, dass die vorhandene Studie reicht. Das Wichtige ist eine Integrationsarbeit, damit die jungen Burschen, die ankommen, lernen, wie die schwedische Gesellschaft aussieht und funktioniert.

Kriminologe: Klassenverhältnisse und Justiz schuld an Überrepräsentation

Die Zeitung Aftonbladet, nach deren Erkenntnissen von 112 verurteilten Gruppenvergewaltigern mindestens 99 Migrationshintergrund haben, befragte gleich fünf „Experten“. Ein Kriminologe wird mit diesen Worten zitiert:

Es gibt eine faktische Überrepräsentation von Einwanderern in der Kriminalstatistik und diese beruht auf den Verhältnissen, in denen Einwanderer in Schweden leben, wie Klassenverhältnisse. Ein weiterer Faktor, der einen kleinen Teil der Überrepräsentation erklären kann, ist, dass sie von der Justiz diskriminiert werden, und man kann nicht ausschließen, dass die Polizei mehr geneigt ist, die Verbrechen [der Einwanderer] zu ermitteln.

Sozionomin: Schwedische Gesellschaft lässt die Täter im Stich

Eine befragte „Sozionomin“ (eine Art Sozialarbeiterin) sieht die Schuld für Gruppenvergewaltigungen durch Einwanderer zumindest teilweise bei der schwedischen Gesellschaft:

Momentan ist es so, dass die Gesellschaft sie [die Täter, Anm.] im Stich lässt. Als ob man ihnen eine Pistenkarte in die Hand gibt und sie die schwarze Piste hinunterschickt. „So bitte, da hast du ein bisschen Information, wie wir in Schweden denken über Gleichberechtigung und Demokratie. Los, und mach alles richtig.“

Als Lösung schlägt die Sozionomin vor, dass Fachleute „Methoden finden sollen, jungen Burschen aus männerdominierten Kulturen zu begegnen“. 

Auch Staatsmedien können nicht länger schweigen

Die Enthüllungen von Aftonbladet und Expressen haben schließlich auch den öffentlichen Rundfunk dazu gezwungen, sich endlich mit dem Thema zu befassen. Im öffentlichen Radio gab es ein fünfzehnminütige Sendung, in der zwei Journalisten von Aftonbladet sowie weitere „Experten“ interviewt wurden, unter diesen auch der oben zitierte Kriminologe sowie die Sozionomin.

Der Kriminologe redet erneut von der Klassenzugehörigkeit der Täter, durch die man seiner Meinung nach zum Gruppenvergewaltiger werde. Die Sozionomin versucht ebenfalls mit allen Mitteln, die Gruppenvergewaltiger als Opfer hinzustellen – in Schweden nichts Neues. Die Täter kämen aus schwierigen Verhältnissen und litten unter abwesenden Elternteilen und Sorgerechtsstreiten. Außerdem spiele die Gruppendynamik eine große Rolle: Manche Gruppenvergewaltiger würden von den anderen Tätern mehr oder weniger zu der Tat gezwungen.

Öffentliches Fernsehen erwähnt neue Erkenntnisse nur beiläufig

Das öffentliche Fernsehen SVT hat anscheinend keinen TV-Beitrag über das Thema gebracht. Die neuen Erkenntnisse zu Gruppenvergewaltigungen werden nur beiläufig in einem Artikel erwähnt, in dem es eigentlich um die Frage geht, ob die Täterherkunft wieder in den Kriminalstatistiken erhoben werden soll. In dem Artikel kommt auch Stina Holmberg von BRÅ zu Wort. Diesmal zeigt sie sich sehr aufgeschlossen gegenüber der Aufnahme der Kategorie Herkunft in die Statistik, da es inzwischen „eine unglaubliche Nachfrage“ nach diesen statistischen Daten gebe.

Täterherkunft in der Statistik ist Wahlkampfthema

Die Debatte, ob in Kriminalstatistiken das Merkmal „Herkunft“ bei Straftätern wieder berücksichtigt werden soll, gab es in Schweden schon vor den Enthüllungen von Expressen und Aftonbladet. Diese Frage ist auch Thema im Wahlkampf für die Reichstagswahl im September. Die Schwedendemokraten sowie die Moderaten sind entschieden dafür, der sozialdemokratische Justizminister war zunächst dagegen, nun will er die Entscheidung BRÅ überlassen.

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