Landtagswahlen in Bayern: Die Angst der CSU vor der Quittung des Wählers

Die Nerven von CSU-Generalsekretär Markus Blume liegen blank: Er sieht in der AfD einen Feind Bayerns. Ob das reicht, um die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag zu verteidigen? Foto: Ralf Roletschek / Wikimedia (CC BA-SA 3.0)
Die Nerven von CSU-Generalsekretär Markus Blume liegen blank: Er sieht in der AfD einen Feind Bayerns. Ob das reicht, um die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag zu verteidigen?
Foto: Ralf Roletschek / Wikimedia (CC BA-SA 3.0)
13. Mai 2018 - 10:13

In Bayern stehen im Herbst die nächsten Landtagswahlen an. Daher ist es Zeit für die CSU, von Heimat und Bayern, von Fleiß und Tüchtigkeit, von Gemeinschaft und Zusammenhalt - also von rechten Werten zu reden. Dass die AfD bei der Bundestagswahl 2017 in Bayern ihr stärkstes Ergebnis im Westen einfuhr und sie selbst 10,5 Prozent der Stimmen verlor, erschütterte die CSU bis ins Mark – ihr rechtes Reden und linkes Tun wurde erkannt und abgestraft.

Daher schwor CSU-Generalsekretär Markus Blume seine Partei nun auf einen harten Kurs gegen die AfD ein. „Die AfD ist ein Feind von allem, für das Bayern steht“, heißt es in einem internen Strategiepapier Blumes, das der Nachrichtenagentur AFP am 12. Mai zugespielt wurde. Und Blume schreckt darin auch nicht vor Beschimpfungen à la Antifa zurück: „Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren".

Grundlage für die CSU-Klausurtagung

Das interne Strategiepapier ist Grundlage für die Klausurtagung des CSU-Parteivorstands, die der Vorbereitung des Wahlkampfs im Bayern für die Landtagswahl am 14. Oktober dient.

„Die AfD ist klar konservativ, bürgerlich-freiheitlich und patriotisch. Die Verzweiflung in der CSU muss sehr groß sein, wenn sie das als unbayerisch bezeichnet,“ entgegnete der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Denn laut Umfragen darf sich die AfD auf 12 Prozent Wählerzustimmung einstellen, während der CSU ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 60 Jahren ins Haus steht.

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