Deutsche Katholiken schweigen prominenten Malteser-Ritter als Papst-Kandidaten tot | Unzensuriert.de

Deutsche Katholiken schweigen prominenten Malteser-Ritter als Papst-Kandidaten tot

Nur in Deutschland wird der Kardinalprotektor des Malteser Ritterordens medial totgeschwiegen - weil er der AfD positiv gegenübersteht. Foto: CanonLawJunkie / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Nur in Deutschland wird der Kardinalprotektor des Malteser Ritterordens medial totgeschwiegen - weil er der AfD positiv gegenübersteht.
Foto: CanonLawJunkie / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)

Was manchem vielleicht zunächst als verspäteter Aprilscherz erscheinen mag, entbehrt nicht eines durchaus bemerkenswertes Hintergrundes. War es doch der aus den USA stammende Kurienkardinal Raymond Burke, der, wie in unzensuriert berichtet, sich bereits vor einiger Zeit in einem Interview sehr freundlich sowohl über die bisherige Front National, jetzt Rassemblet National, sowie die Alternative für Deutschland (AfD) äußerte und die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit ausdrückte.

Schwergewicht der Weltkirche in Deutschland totgeschwiegen

Wurde diese Aussage des offensichtlich betont AfD-freundlichen Kirchenmannes in der deutschsprachigen Medienwelt auch im Wesentlichen „politisch korrekt“ totgeschwiegen, so besitzt diese mutige Stellungnahme doch ihre eigene Bedeutung. Handelt es sich bei Raymond Kardinal Burke doch um ein Schwergewicht der katholischen Weltkirche. Unter anderem erwarb sich der Gottesmann einen Ruf beim Vorgehen gegen Missbrauchstäter in den klerikalen Reihen, was sich beim Verfahren gegen den einstigen Erzbischof von Guam, Anthony Apuron, zeigte.

Kardinalprotektor des Souveränen Malteser Ritterordens

Tatsächlich ist Raymond Burke auch der sogenannte Kardinalprotektor des Souveränen Malteser Ritterordens. Selbiger ist nun nicht einfach irgendeine fromme Vereinigung, sondern ein Völkerrechtsubjekt eigener Art, welches mit den meisten Staaten der Welt diplomatische Beziehungen unterhält und eigene Pässe, eigene Währung sowie Briefmarken herausgibt.  In Otto Kimminichs „Einführung in das Völkerrecht“ heißt es „Er verfügt über Lazarettschiffe, Rettungsflugzeuge und andere Einrichtungen für die Krankenpflege und den Katastrophendienst. In der Völkerrechtslehre gilt die Völkerrechtssubjektivität des Ordens nach wie vor als gesichert“ (Kimminich, Otto: Einführung in das Völkerrecht. 5. Auflage. Seite 204-205).

Deutschland pflegt diplomatische Beziehungen zu Maltesern

Vielleicht ein Treppenwitz der Weltgeschichte ist, dass unter dem seinerzeitigen SPD-Außenminister Sigmar Gabriel die Bundesrepublik Deutschland und der Souveräne Malteserorden diplomatische Beziehungen miteinander aufnahmen. Den Sympathien des Kardinalprotektors Burke in eine ganz andere, politisch rechte Richtung scheint dies aber keinen Abbruch getan zu haben.

Selbst Briten zollen Maltesern Respekt für Rettung vor Osmanen

Viele Menschen verbinden mit dem Souveränen Ritterorden seinen jahrhundertelangen Abwehrkampf gegen den Islam einschließlich dem Osmanischen Reich, der im Jahre mit der „Großen Belagerung“ 1565 auf Malta einen Höhepunkt erreichte. Den tapferen Verteidigern zollte in neuer Zeit die britische Tageszeitung Daily Mail eigens Respekt (ins Deutsche übersetzt):

Wir stehen in der Schuld dieser Ritter. Ihr Opfer war gewaltig, ihre Auswirkung auf unser Leben tiefgehender als wir wissen mögen.

Burke gilt auch in USA als heißer Papst-Kandidat

Nun, englischsprachige Medien haben es so manchmal ganz politisch unkorrekt tatsächlich in sich. Meldete doch kürzlich der englischsprachige Nachrichtendienst des katholischen Internetportals Gloria.tv unter Berufung auf prominente Persönlichkeiten des US-amerikanischen Katholizismus, dass, wenn jetzt die Neuwahl eines Papstes (Konklave) stattfinden würde, wohl genau jener besagte Kardinal Raymond Burke zum Papst gewählt würde!

Ausgrenzung der AfD beim "Katholikentag"

Umstrittene Einrichtungen wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee deutscher Katholiken (ZdK) reagierten in gewohnter Manier: totschweigen. Nicht umsonst hieß es vor nicht allzu langer Zeit in der Neuen Züricher Zeitung „Die Kirchen und ihre fehlende Streitkultur“. Als übles Beispiel wurde doch tatsächlich die Ausgrenzung der AfD beim letzten sogenannten Katholikentag genannt!

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