Von politisch korrekten Medien missachtet: Kirchenführer verurteilen Angriff auf Syrien | Unzensuriert.de

Von politisch korrekten Medien missachtet: Kirchenführer verurteilen Angriff auf Syrien

Weil US-Präsident Donald Trump einen Militärschlag ankündigte, bombadierten Briten, Franzosen und Amerikaner das vom Krieg bereits stark heimgesuchte Syrien. Foto: Министерство обороны Российской Федерации / Wikimedia (CC-BY-4.0)
Weil US-Präsident Donald Trump einen Militärschlag ankündigte, bombadierten Briten, Franzosen und Amerikaner das vom Krieg bereits stark heimgesuchte Syrien.
Foto: Министерство обороны Российской Федерации / Wikimedia (CC-BY-4.0)
21. April 2018 - 16:13

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Von den Mainstream-Medien des deutschen Kulturraums offensichtlich gezielt totgeschwiegen haben sich Patriarchen der katholischen, der orthodoxen und der altorientalischen Haupttraditionen des Christentums in Syrien mit einer gemeinsamen Verurteilung des britisch-französisch-amerikanischen Angriffs auf Syrien am 14. April an die Weltöffentlichkeit gewandt.

Ins Deutsche übersetzt erklären die Patriarchen (gekürzt):

Wir verdammen und verurteilen die brutale Aggression, die an diesem Morgen von den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich unter dem Vorwand, die Syrische Regierung habe chemische Waffen eingesetzt, gegen unser liebes Vaterland Syrien durchgeführt wurde.

Wir erheben unsere Stimmen, um Folgendes zu bekräftigen:

  1. Diese brutale Aggression ist eine klare Verletzung des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen.
  2. Es schmerzt uns sehr, dass dieser Angriff von mächtigen Ländern kommt, denen Syrien in keinster Weise Leid zugefügt hat.
  3. Die Vorwürfe der USA und anderer Staaten, die Syrische Armee verwende chemische Waffen und dass Syrien ein Land sei, welches diese Art von Waffen besitze und einsetze, ist eine ungerechtfertigte Behauptung und wird nicht durch einen ausreichenden und klaren Beweis unterstützt.
  4. Der Zeitpunkt dieser ungerechten Aggression gegen Syrien als die unabhängige internationale Untersuchungskommission dabei war, ihre Arbeit in Syrien zu beginnen, untergräbt die Arbeit dieser Kommission.
  5. Diese brutale Aggression zerstört die Möglichkeiten einer friedlichen politischen Lösung und führt zu Eskalation und mehr Schwierigkeiten.
  6. Diese ungerechte Aggression ermutigt die terroristischen Organisationen und gibt ihnen einen Impuls in ihrem Terrorismus fortzufahren.
  7. Wir appellieren an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, seine naturgegebene Rolle wahrzunehmen, Frieden zu bringen anstatt zur Eskalation von Kriegen beizutragen.
  8. Wir rufen alle Kirchen in den Ländern, welche sich an der Aggression beteiligten, auf, ihre christlichen Pflichten zu erfüllen gemäß der Lehre des Evangeliums und diese Aggression zu verdammen und ihre Regierungen aufzufordern, sich für den Schutz des internationalen Friedens einzusetzen.
  9. Wir ehren den Mut, den Heroismus und die Opfer der Syrisch-Arabischen Armee, die mutig Syrien beschützt und Sicherheit für sein Volk bietet. Wir beten für die Seelen der Märtyrer und die Genesung der Verwundeten. Wir sind zuversichtlich, dass die Armee sich nicht vor den auswärtigen oder internen terroristischen Aggressionen beugen wird; sie wird weiterhin mutig gegen den Terrorismus kämpfen bis jeder Zoll Syrischen Landes vom Terrorismus gesäubert sein wird. Wir loben zugleich das tapfere Verhalten der Länder, welche freundlich zu Syrien und seinem Volk sind.

Seinerseits hat bereits vor dem Militärschlag der Patriarch der Maronitisch-Katholischen Kirche mit Sitz in der Republik Libanon, Beshara Rai, die gegen Syrien gerichteten US-Drohungen verurteilt und davor gewarnt, solche Angriffsschläge könnten die Flüchtlingskrise verschlimmern und den Libanon destabilisieren.

Insbesondere Papst Franziskus und Patriarch Kirill haben deutlich gemacht, dass diese Patriarchen nicht allein stehen! Von Freude über die Angriffe auf Syrien auch hier keine Spur. Vielleicht gibt all das manchem doch zu denken, der zunächst die Angriffe Großbritanniens, der USA und Frankreichs begrüßt hatte.

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