Südtiroler Grünen-Politiker führt Bayrische Delegation zum Denkmal gegen die Südtiroler | Unzensuriert.de

Südtiroler Grünen-Politiker führt Bayrische Delegation zum Denkmal gegen die Südtiroler

Der grüne Politiker Hannes Obermair dient als Erfüllungsgehilfe der Italiener. Foto: MOs810 / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Der grüne Politiker Hannes Obermair dient als Erfüllungsgehilfe der Italiener.
Foto: MOs810 / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
19. April 2018 - 11:28

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Die „Bayerische Museumsakademie“, eine Initiative verschiedener bayrischer Institutionen für Aus-, Fort- und Weiterbildung, besuchte auf ihrer jüngsten Studienreise den südlichen Teil Tirols. In Bozen begrüßte sie Hannes Obermair, Stadtarchivar von Bozen von 2002 bis 2017, davor zehn Jahre im Landesarchiv tätig.

Doch nicht nur das, Obermaier ist auch parteipolitisch aktiv. Bei den italienischen Parlamentswahlen am 4. März 2018 kandidierte er als Vertreter der Südtiroler Partei der Grünen „Verdi Vërc“ von „Liberi e Uguali“ (LeU) im Einerwahlkreis Meran für den Senat. Das Bündnis Liberi e Uguali setzt sich neben den Grünen aus der linken PD-Abspaltung „Articolo 1 - Movimento Democratico e Progressista“, der „Sinistra Italiana“ (Ableger der Europäischen Linken) und der kommunistischen „Rifondazione Comunista“ zusammen. Obermaier erlangte kein Mandat, da die Linke in Italien abstürzte.

Obermair Herzenssache: das Denkmal der italienischen Eroberung mitten in Bozen

Obermair zeichnet sich für die „Historisierung“ des Bozner Siegesdenkmals und des Mussolini-Reliefs verantwortlich. Anstatt einer Entsorgung dieser weder mit den „Werten“ von Demokratie und Verfassung vereinbaren Verherrlichung des Faschismus noch für die Achtung der Südtiroler duldbaren Kolonialrelikte sorgte Obermair für deren Erhaltung oder gab sich jedenfalls als Feigenblatt zur Rechtfertigung der Erhaltung her (über die beiden Faschistendenkmäler entscheidet natürlich Rom, nicht Obermair oder sonstwer in Südtirol).

„Sein qualifiziertes und entschiedenes Eintreten für eine öffentliche Erinnerungskultur in Bozen haben zu einer grundlegenden Wende zum Besseren beigetragen.“, meinten im vergangenen Jahr seine Parteigenossen von den Grünen. „Sein qualifiziertes und entschiedenes Eintreten für eine öffentliche Erinnerungskultur“ hat in Wirklichkeit zu einem ständigen Hau-die-Nazis (also die Deutschen) und Hätschle-die-Faschisten (also die Italiener) geführt, ganz nach der Logik der Südtiroler Linken.

Erinnerungsfoto unter Kolonialrelikt

Obermaier führte die Delegation der Bayerischen Museumsakademie zum Erinnerungsfoto unter das Siegesdankmal in Bozen – nach wie vor das Zeichen des Faschismus, des italienischen Eroberung Südtirols und des Triumpfs über die Tiroler und Österreicher.

Die Süd-Tiroler Freiheit fragt zu Recht:

Was würde wohl passieren, wenn in Deutschland eine Studiengruppe vor ein Hakenkreuz geführt würde, um dort lachend Erinnerungsphotos zu schießen? Ein Schrei der Entrüstung würde durch das Land gehen. Journalisten und Historiker würden so ein Verhalten als respektlosen und unverantwortlichen Umgang mit der Geschichte bezeichnen. In Süd-Tirol ist so etwas aber offenkundig der ganz normale Wahnsinn.

1932 ließ sich Theodor Eicke (NSDAP-Pfalz) während seines Exils in Italien nach Attentaten, die ihn zur Flucht vor Strafverfolgung zwangen, in Bozen von den Faschisten für eine Feier unter dem Siegesdenkmal missbrauchen. Heute kommen die Linken und machen das sogar ganz umsonst.

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