Fast jeder zweite „Flüchtling“ gewinnt vor Gericht gegen das Asyl-Bundesamt

Selbst von den abgelehnten Asylanten bleibt am Ende fast die Hälfte ganz legal im Lande. "Danke" Merkel. Foto: Ggia / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Selbst von den abgelehnten Asylanten bleibt am Ende fast die Hälfte ganz legal im Lande. "Danke" Merkel.
Foto: Ggia / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
26. März 2018 - 12:54

Insgesamt werden rund 91 Prozent der abgelehnten Asyl-Bescheide vor Gericht angefochten. Für das Jahr 2017 bedeutete dies gut 328.000 Klagen bei den Verwaltungsgerichten, fast doppelt so viele wie 2016.

In mehr als 40 Prozent der Fälle wurde der ablehnende Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zugunsten der „Flüchtlinge“ korrigiert. Das heißt, dass diese „Flüchtlinge“ nun rechtens im Lande bleiben.

Herkunftsland Syrien sichert den begehrten Schutztitel

Wer angibt, aus Syrien zu stammen, hat die besten Chancen, sofort den Asylstatus zu bekommen. In 99,9 Prozent der Fälle erhalten sie einen legalen Aufenthaltstitel, Afghanen in 47 und Türken in 34 Prozent der Fälle.

Gute Chancen auf sofortigen legalen Aufenthalten haben auch Jugendliche. 80 bis 90 Prozent von ihnen erhalten „Schutz“ aufgrund ihres Asylantrags. Bei einem Viertel davon steht dem Familiennachzug der Merkel-Koalition dann nichts mehr im Wege. Dieser Erfolg führte wohl dazu, dass fast die Hälfte der Asylsuchenden 2017 als Minderjährige ankamen, nämlich knapp 90.000.

Vergleich mit Italien: Nur 5 Prozent erhalten Asylstatus

Von den illegalen Einwanderern, die über die Mittelmeer-Route nach Italien kommen und die internationalen Schlagzeilen füllen, haben in den zurückliegenden drei Jahren lediglich fünf Prozent nach geltendem Recht Asyl gewährt bekommen.

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