Der türkische Überfall auf das insbesondere von Kurden bewohnte Nordsyrien fordert zahlreiche Todesopfer.

Bild: ???????????? ??????? ?????????? ????????? / Wikimedia (CC-BY-4.0)
Syrien: Massaker in christlich und drusisch geprägtem Vorort von Damaskus

Deutliche Worte fand die deutsche Sektion der internationalen Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity International“ (CSI) in ihrem jüngsten Montagsmagazin. Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Medienkampagne gegen die von den Vereinten Nationen und dem Vatikan voll anerkannte Regierung Präsident Assads verdienen sicher gerade die Aussagen zum Konflikt in Syrien Beachtung. Heißt es doch wörtlich: „Am 8. Januar beschossen Rebellen aus Ost-Ghouta Wohngegenden der Hauptstadt Damaskus. Mit ihren Mörsergrananten zielten die Terroristen auch auf das christliche Viertel von Damaskus zwischen Bab Touma und Bab Sharqi und trafen die Maronitische Kathedrale und das Melkitische Patriarchat“.

Christliches Viertel in Damaskus unter schwerem Beschuss

Drastisch drückte sich eigens der Geschäftsführer der deutschen Sektion von CSI, Peter Fuchs, nach seiner Rückkehr aus Syrien aus. Er hielt in einem Schreiben u.a. fest „Das Elend ist offensichtlich und unbeschreiblich! Das Christenviertel von Damaskus wird von barbarischen Rebellen mit Mörsergranaten terrorisiert“.

Warnung vor westlichen Einseitigkeiten

Dabei ist die internationale Organisation von „Christian Solidarity International“ schon seit längerem mit Blick auf Syrien aktiv. Als Teil der Warnung vor westlicher Naivität bezüglich des „Arabischen Frühlings“ wurde schon in der Broschüre „Naher Osten: Die aktuelle Gefährdung religiöser Minderheiten“ gewarnt „In den Wirren des Bürgerkrieges in Syrien ist immer der einen Genozid heraufbeschwörende Schlachtruf zu hören: ,Alawiten ins Grab, Christen nach Beirut!'“. Festgehalten wird, „dass Christen und andere religiöse Minderheiten zu einem Ziel für die islamistischen Rebellen geworden sind“. Deutliche und mit Blick auf westliche Einseitigkeiten und islamistische Bedrohung zum Nachdenken anregende Feststellungen finden sich auch in dem Druckwerk „Zu Besuch bei den Christen in Syrien. Eine Reise nach Syrien im Januar 2017“.

Einst hatte bereits der – doch gerne dezidiert profranzösische – Buchautor und Journalist Peter Scholl-Latour die damalige französische Regierung unter dem Sozialisten Hollande wegen ihrer feindseligen Haltung gegen Syrien und ihrer Liebedienerei gegenüber radikalen Sunniten deutlich kritisiert.

Massaker in christlich und drusisch geprägtem Vorort von Damaskus

Jetzt berichtete das Internet-Portal kath.net unter Berufung auf die Onlineausgabe der bekannten italienischen Zeitung Repubblica von einem Massaker in dem christlich und drusisch geprägten Vorort von Damaskus Jaramana, welches auf einen Angriff der „Rebellen“ zurückgeht. Ebenso wird betont, dass der „Militäraktion“ genannte türkische Überfall auf das insbesondere von Kurden bewohnte Nordsyrien die Lage verschärfe. Gegen die türkischen Angreifer und protürkischen Söldner werden schwere Vorwürfe erhoben. Andere Medien hatten bereits zuvor festgestellt, die türkische Aggression helfe der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Die türkische Aggression wurde dann auch in Anfragen von Abgeordneten aus mehr als einer Fraktion im Deutschen Bundestag kritisch thematisiert. Scharf in den Blick genommen wurde dabei das enge Verhältnis von Merkel-Koalition und dem sunnitisch geprägten Erdogan-Regime.

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