Anfragebeantwortung aus dem Bundestag zeigt: Migrationskette ist nicht unterbrochen

Nachdem die "Vorhut" illegal nach Deutschland einreiste, wird die "Nachhut" ganz offiziell und legal ins Land geholt. Foto: Mstyslav Chernov / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Nachdem die "Vorhut" illegal nach Deutschland einreiste, wird die "Nachhut" ganz offiziell und legal ins Land geholt.
Foto: Mstyslav Chernov / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Die Beantwortung einer kleinen Anfrage der FDP im Deutschen Bundestag erbrachte die Fakten zum Familiennachzug von Einwanderern. So kamen seit 2015 mehrere Hunderttausend Personen im Rahmen des „Familiennachzuges“ nach Europa.

Im Jahr 2017 gab es allein bis Ende September 103.915 Visa-Anträge für Familienangehörige, um in die Bundesrepublik Deutschland offiziell und legal einreisen zu können. Nach 115.095 im Jahr 2016 und 81.052 im Jahr 2015 dürfte die Gesamtbilanz im Jahr 2017 noch höher als in den vergangenen Jahren ausfallen.

Fast 40 Prozent Minderjährige unter den Familiennachzüglern

Von 1. Jänner 2015 bis 30. November 2017 wanderten offiziell 289.196 Personen über den Rechtstitel Familiennachzug in die Bundesrepublik Deutschland ein. 38,7 Prozent davon waren minderjährig.

Maßnahmen zur Migrationsbegrenzung unzureichend

Die Migrationskette ist also nicht unterbrochen, obwohl führende Regierungspolitiker nicht müde werden zu betonen, dass die Einwanderung eingedämmt worden sei. Die angekündigten Begrenzungsmaßnahmen sind zudem völlig unzureichend und schon allein aus den Zahlen zum Familiennachzug höchst unrealistisch.

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