Virtuelle Währungen: Europäische Regulierungsbehörden veröffentlichen Warnung

Europäische Währungshüter warnen vor Investments in virutelle Währungen. Foto: Steve Jurvetson / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Europäische Währungshüter warnen vor Investments in virutelle Währungen.
Foto: Steve Jurvetson / Wikimedia (CC-BY-2.0)

Die Marktmacht virtueller Währungen bekommt jetzt auch für die europäischen Regulierungsbehörden massive Relevanz in Sachen Aufsichtspflicht. Die drei Europäischen Regulierungsbehörden, EBA für Banken, ESMA für Wertpapiere und Märkte und EIOPA für Versicherungen und Pensionskassen haben am 12. Februar 2018 diesbezüglich eine gemeinsame Warnung veröffentlicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass virtuelle Währungen wie Bitcoin und Co nicht reguliert sind und hohen Wertschwanken unterliegen würden. Auch die Kaufs- und Verkaufsplattformen würden keinen zeitgerechten Handel garantieren können.

Die beiden Vorstände der österreichischen Finanzmarktaufsicht, Klaus Kumpfmüller und Helmut Ettl erklären dazu:

Die FMA hat im Rahmen der europäischen Aufsichtszusammenarbeit intensiv an diesem Warnhinweis mitgearbeitet und wir unterstützen ihn vollinhaltlich. Verbraucher, die ihr Geld in virtuelle Währungen investieren möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihr ganzes investiertes Geld verlieren können. Schon alleine der Begriff Währung ist irreführend, da sie nur sehr punktuell als Zahlungsmittel akzeptiert werden und völlig unreguliert sind. Virtuelle Währungen sind hochspekulative Produkte und wir können nur vor einem Investment warnen.

FMA veröffentlichte im November 2017 Analyse

Die österreichische Finanzmarktaufsicht veröffentlichte bereits im November 2017 eine Analyse zu virtuellen Währungen und ihren potentiellen Risken für die heimischen Anleger:

Im Internet boomen derzeit Angebote von digitalen Tausch- oder Zahlungsmitteln, für die auch Begriffe wie „digitale Währung“, „alternative Währung“ oder „Kryptowährung“ verwendet werden. Am geläufigsten ist wohl der Begriff „virtuelle Währung“. Derzeit werden im Internet bereits mehr als 200 verschiedene virtuelle Währungen angeboten, die bekanntesten Beispiele sind Bitcoin, Ethereum, Ripple oder Litecoin.

Der Erwerb virtueller Währungen ist ein hochspekulatives und sehr riskantes Geschäft. Hier zeigen wir die Risiken, die typischerweise mit der Verwendung virtueller Währungen verbunden sind, auf.

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