US-Medien: Ex-CIA-Direktor Brennan arbeitet für den NBC

Im Jahr 2013 wurde John Brennan (Mitte) von seinem Förderer, Vizepräsident Joe Biden, als CIA-Chef angelobt. Foto: White House/David Lienemann / Wikimedia (PD)
Im Jahr 2013 wurde John Brennan (Mitte) von seinem Förderer, Vizepräsident Joe Biden, als CIA-Chef angelobt.
Foto: White House/David Lienemann / Wikimedia (PD)
9. Februar 2018 - 11:42

Gewaltenteilung zwischen Medien und Staatsinsitutionen ist offensichtlich auch in den USA ein sensibles Thema. Wie auch RT Deutsch berichtet, wurde der ehemalige CIA-Direktor John Brennan von den US-Sendern NBC und MSNBC als Analyst angeworben. Brennan war zwischen 2013 und 2017 Chef des CIA und somit in alle brisanten Auslandsoperationen der Vereinigten Staaten von Amerika eingebunden. Dass Brennan jetzt als Analyst für nationale Sicherheit und Geheimdienste quasi aus der Schule plaudert und selbst Partei ergreift, könnte noch zu sensiblen Situationen im Zusammenhang mit den Interessen der USA führen.

Bereits bei seinem ersten Auftritt auf NBC nutzte Brennan die Bühne, um Devin Nunes, den Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, anzugreifen und ihm ein Naheverhältnis zum amtierenden Präsidenten Donald Trump zu unterstellen.

Brennan spielte undurchsichtige Rolle in der Ukraine

Brennan ist in der Vergangenheit auch medial zur Zielscheibe investigativer Berichterstattung geworden. Vor allem die Rolle des Ex-CIA-Chefs in der Ukraine im Vorfeld von Militäroperationen der damaligen Regierung unter Premierminister Arsenij Jazenjuk 2014 führten zu Spekulationen über die tatsächliche Rolle der USA in diesem Konflikt. Brennan galt als enger Vertrauter von US-Vizepräsident Joe Biden, dessen Familie massive ökonomische Interessen in der Ukraine verfolgte.

Auch die Tätigkeit von Brennan als sogenanntem Anti-Terrorberater des damaligen US-Präsidenten Barack Obama von 2009 bis 2013 gaben immer wieder Anlass zu Spekulationen über den Einfluss des Geheimdienstmannes auf die Entscheidungen des Weißen Hauses.

 

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