#Einzelfall: Wiesbaden-Wochenende im Detail - Überfälle und Gewalt, wohin man schaut

Im schönen und einst vornehmen Wiesbaden verbreiten unsere Bereicherer zunehmend Angst und Schrecken. Foto: marcussurges / pixabay.com (CCO)
Im schönen und einst vornehmen Wiesbaden verbreiten unsere Bereicherer zunehmend Angst und Schrecken.
Foto: marcussurges / pixabay.com (CCO)
5. Dezember 2017 - 23:53

Einem Leserwunsch, wir mögen auch einmal Einzelfälle, die sich in nur einer Stadt abspielten, veröffentlichen, da sich so Rückschlüsse auf die ausufernde Kriminalität noch deutlicher ziehen lassen, haben wir diesmal Folge geleistet.

Hier eine Auflistung von zehn Vorfällen nur in der 275.000-Einwohner-Stadt Wiesbaden und nur vom vergangenen Wochenende. Die Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Vorfälle, wo die Täterherkunft von der Polizei nicht bekanntgegeben wurde, führen wir sonst nie an, diesmal jedoch ausnahmsweise, um das Ausmaß der Kriminalität in vollem Umfang zu dokumentieren. Der Leser kann dadurch auch nachvollziehen, warum Bestrebungen im Gange sind, die Nennung der Täterherkunft überhaupt zu untersagen, wie das etwa die Wiener Polizei tut.

Polizeiprotokolle von Freitag Abend bis Montag Früh in Wiesbaden 

Im Verlauf des vergangenen Wochenendes wurden in Wiesbaden eine ganze Reihe von Vorfällen bei der Polizei angezeigt, bei denen jeweils kleinere Gruppen von Männern ihre Opfer körperlich angriffen und anschliessend die mitgeführten Wertsachen entwendeten. Die Opfer wurden zum Teil geschlagen und getreten. In einem Fall erlitt ein Opfer eine Fraktur des Unterschenkels. Auch eine sexuelle Belästigung ist dabei.

> Der erste Vorfall "Am Römertor" geschah am 1. Dezember gegen 4.00 Uhr, wurde jedoch erst in den Nachmittagsstunden angezeigt. In diesem Fall gab das 40-jährige Opfer an, dass es von einer Gruppe junger Männer geschlagen und getreten worden sei. Anschließend habe man ihm die Geldbörse samt Ausweis, persönlicher Papiere und mehrerer hundert Euro Bargeld entwendet. Die Ausweise konnten später wiedergefunden werden. Die Täter hätten nach Angaben des Opfers "slawisch" gesprochen.

> Ebenfalls am 1. Dezember, gegen 23.30 Uhr, kam es zunächst in einem Linienbus zu einem Streit zwischen einem 33-Jährigen und drei fremden Männern. Dieser Streit eskalierte an einer Bushaltestelle, wo das Opfer aus dem Bus auf den Gehweg gestoßen und anschliessend mit Schlägen und Tritten traktiert wurde. Danach flüchteten die Täter in Richtung Innenstadt.

> Am 2. Dezember, gegen 19.15 Uhr, war ein 44-Jähriger mit seiner Partnerin im Bereich der Unterführung der Ludwig-Erhardt-Straße unterwegs. Hier seien beide von einem Mann angesprochen worden, woraus sich eine verbale und schlussendlich auch körperliche Auseinandersetzung entwickelt habe. Währenddessen habe der Fremde auch ein Messer gezogen und den 44-Jährigen leicht verletzt. Der Täter wird als circa 1,90 Meter groß und "orientalisch" aussehend beschrieben.

> Ebenfalls am Samstag gerieten gegen 4.30 Uhr zwei 21- und 24-Jährige aneinander. Hierbei wurde der 24-Jährige, nach eigenen Angaben, auch in das Gesicht getreten. Die Personalien des mutmaßlichen Täters stehen in diesem Fall jedoch fest.

> Und am 2. Dezember ging in der Rheinstraße eine Gruppe von fünf bis sechs jungen Männern auf einen 33-jährigen Wiesbadener los, schlug und trat auf den am Boden liegenden Mann ein. Er erlitt neben Schwellungen im Gesicht einen Unterschenkelbruch.

> Am Samstag gab es noch eine sexuelle Belästigung, als gegen 0.25 Uhr ein unbekannter Täter in der Innenstadt eine 19-jährige Wiesbadenerin unsittlich berührte, als diese gemeinsam mit einer Freundin unterwegs war. Der Täter wird als circa 25 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und als „südländisch" aussehend beschrieben.

> Die Polizei warnt vor Taschen- und Trickdieben, die gerade in Wiesbaden beim Weihnachtsmarkt, in der Fußgängerzone oder im Bekleidungsgeschäft, im Discounter, in Einkaufszentren oder in der Bibliothek, an der Bushaltestelle oder in öffentlichen Verkehrsmitteln „aktiv“ sind. Eine aktuelle Tat ereignete sich gegen am Samstag um 17.50 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt, zwischen der Marktkirche und dem Rathaus. Im konkreten Fall war der Bestohlene für einen kurzen Moment im dichten Gedränge unaufmerksam. Bei dieser Gelegenheit entwendete der Täter oder die Täterin eine hochwertige Kamera aus der Jackentasche. Die Kamera der Marke "Sony" hatte einen Wert von ca. 500 Euro. Eine Personenbeschreibung liegt nicht vor.

> In der Nacht auf 3. Dezember wurde in der Moritzstraße ein 18-Jähriger aus dem Rheingau-Taunus-Kreis von drei Tätern mit Fäusten geschlagen und seines Bargeldes und der Ausweispapiere beraubt. Täterhinweise liegen bis dato nicht vor.

 > Am 3. Dezember gegen 3.00 Uhr kam es in der Wiesbadener Innenstadt zu einem Überfall auf einen 26-Jährigen durch zwei Unbekannte. Nachdem das Opfer zur späten Stunde eine Gaststätte verlassen hatte, seien plötzlich die Täter aufgetaucht und hätten ihn mit Faustschlägen attackiert. Im Anschluss wurde das Opfer gezwungen, an einem Geldautomaten Bargeld abzuheben und den Tätern zu übergeben. Anschließend flüchteten die Räuber samt Bargeld und Mobiltelefon des Opfers. Ein Täter sei nach Angaben des Opfers "dunkelhäutig" gewesen und habe französisch gesprochen. Der zweite Täter sei circa 20 Jahre alt und wurde als "Südländer" beschrieben.  

> Am Morgen des 4. Dezember kam es dann auf der Wilhelmstraße zu einer Körperverletzung eines 29-Jährigen aus dem Raum Saarbrücken. Dieser wurde von mindestens vier Personen geschlagen und auch getreten. Zu den flüchtenden Tätern ist lediglich bekannt, dass sie "südländisch" ausgesehen haben sollen.

Quelle: Polizeipräsidium Westhessen - Wiesbaden

Hier weitere Einzelfälle vom Dezember 2017.

 

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