Berliner Terror-Gedenkstätte Breitscheidplatz unterschlägt islamistischen Hintergrund | Unzensuriert.de

Berliner Terror-Gedenkstätte Breitscheidplatz unterschlägt islamistischen Hintergrund

Viele Menschen zeigten schon bisher ihr Mitgefühl mit den Opfern des Terroranschlages vom 19. Dezember 2016. Foto: Marco Ferch / Flickr (CC BY 4.0)
Viele Menschen zeigten schon bisher ihr Mitgefühl mit den Opfern des Terroranschlages vom 19. Dezember 2016.
Foto: Marco Ferch / Flickr (CC BY 4.0)
31. Oktober 2017 - 9:13

Am 19. Dezember 2016 ist der Berliner Breitscheidplatz zum Symbol islamistischen Terrors in Deutschland geworden. An diesem Tag war der amtsbekannte Tunesier Anis Amri mit einem entführten Lkw in eine Menschenmenge gerast und hat dort im Namen des Propheten zwölf Menschenleben ausgelöscht. Ort und Zeit des Anschlags, ein Weihnachtsmarkt kurz vor einem der wichtigsten Feste der Christenheit, waren wohlgewählt. Die Inschrift an einem projektierten Mahnmal für diese Schreckenstat sorgt nun für Diskussionen.

Den Terroropfern zum Gedenken

Am Jahrestag des Terroranschlages soll dieses Jahr nun zum Gedenken an die Opfer des Massenmörders am Breitscheidplatz ein Mahnmal eingeweiht werden. Als Siegerprojekt ist aus einem Wettbewerb ein Entwurf des Designerbüros Merz Merz GmbH & Co. KG hervorgegangen. Demnach soll künftig ein mit einer goldenen Metalllegierung gefüllter, 15 Meter langer Riss den Platz durchschneiden. An den Vorderseiten der Treppenstufen vor der Gedächtniskirche sollen die Namen der Todesopfer und deren Herkunft eingraviert werden.

Nichts hat mit nichts zu tun

Während das schlichte Design offensichtlich ein würdiges Gedenken an die Opfer des islamistischen Terroranschlags ermöglichen soll, sorgt eine ergänzende Inschrift für Diskussionen.

 „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen“, soll da lapidar stehen.

Politisch korrekt fehlt jeglicher Hinweis auf den Hintergrund der Tat. Denn die islamische Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat samt ihrer weltweit tätigen Mordsgesellen, wie Herr Amri einer war, bekanntlich nichts mit dem Islam zu tun. Die Frage, wie vieler Beweise es denn noch bedürfe, dass gottgefällige Moslems an einem „friedlichen Miteinander“ mit den Ungläubigen so gar kein Interesse haben, soll bei den künftigen Besuchern der Gedenkstätte mit diesem Text wohl erst gar nicht aufkommen.

Kritik kommt nicht nur von AfD

Der Umstand eines islamistischen Anschlags werde anscheinend aus politischer Korrektheit unterschlagen, das grenze an Geschichtsfälschung, entrüstete sich die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus in der Folge. Doch nicht nur in der AfD regt sich Kritik. Auch der Vorsitzende des Amri-Untersuchungsausschusses, Burkard Dregger (CDU), hält die Gedenkinschrift für unvollständig. Er finde es immer schön, wenn ein Zeichen des friedlichen Zusammenlebens formuliert werde. Jedoch würde er sich auch wünschen, „dass man zusammensteht gegen die Gefahren des islamistischen Terrorismus“, zitiert ihn das Nachrichtenportal Welt  N24. Kein Verständnis für die Kritik zeigt hingegen die Juryvorsitzende Dagmar von Wilcken (SPD). Gegenüber der Welt erklärte sie, dass der Begriff „islamistisch“ nie zur Debatte gestanden habe.

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