Nach Gewalteskalation: Türken demonstrierten in Oberbayern gegen Asylwerber

Immer öfter geraten Asylwerber und Flüchtlinge mit Migranten der zweiten und dritten Generation in Konflikt (Symbolbild). Foto: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)
Immer öfter geraten Asylwerber und Flüchtlinge mit Migranten der zweiten und dritten Generation in Konflikt (Symbolbild).
Foto: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)
28. Oktober 2017 - 13:30

Zu einem regelrechten Zusammenprall der Kulturen kam es vergangene Woche im oberbayerischen Waldkraiburg. Dort demonstrierten rund 80 Türken und türkischstämmige Personen gegen gewalttätige Asylwerber vor der lokalen Erstaufnahmeeinrichtung. Hintergrund: Schwarze Migranten waren in einem Park mit einer türkischen Familie in Konflikt geraten.

Türken empören sich über gewalttätige Asylwerber

In den Vorfall dürften einige Asylwerber aus Afrika und eine türkische Familie involviert gewesen sein. Laut dem Initiator der Demonstration wurden er und seine Frau sowie die zwei gemeinsamen Kinder von einer Gruppe schwarzafrikanischer Asylwerber in einem Park der Stadt belästigt. Im Verlauf der Auseinandersetzung seien die Töchter des Türken "angemacht" und mit Bierflaschen und Steinen beschossen worden.

Laut Polizeibericht kam es zu gegenseitigen Körperverletzungen, die Familie floh schließlich vor weiteren Asylwerbern, die sich in die Szenerie mischten.

Demonstration vor Erstaufnahmezentrum

Der betroffene Türke organisierte daraufhin via Facebook eine Demonstration vor der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylwerber. Rund 80 Personen, mehrheitlich türkisch, forderten Maßnahmen gegen die Asylwerbergewalt, mehr Einsatz der Polizei und Abschiebungen krimineller Flüchtlinge. Man fühle sich auf Straßen und in Parks nicht mehr sicher.

Die Stadtverwaltung will nun mit den Demonstranten und der betroffenen Familie in Kontakt treten und in dem Konflikt vermitteln. Auch der Leiter der Erstaufnahmeeinrichtung soll dabei sein.

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