Grundschüler: Mathematik- und Rechtschreibkenntnisse weiter im Sinken | Unzensuriert.de

Grundschüler: Mathematik- und Rechtschreibkenntnisse weiter im Sinken

Wieder ein verheerendes Ergebnis: Eine neue Studie belegt, dass die Grundschüler immer weniger können. Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Wieder ein verheerendes Ergebnis: Eine neue Studie belegt, dass die Grundschüler immer weniger können.
Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
17. Oktober 2017 - 10:17

Der Bildungsstandard an den Grundschulen ist im Zeitraum zwischen 2011 und 2016 massiv abgesunken. Nach der am 13. Oktober in Berlin bei der Kultusministerkonferenz präsentierten Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) belegen die Viertklassler in Bremen den letzten, jene in Berlin den vorletzten Platz.

In ganz Deutschland: Bildungsleistungen sinken

Beim IQB-Bildungstrend 2016 wurden rund 30.000 Schüler der vierten Jahrgangsstufe an mehr als 1.500 Schulen in Mathematik und Deutsch geprüft.

Das Ergebnis des bundesweiten Tests zeigt ein erschreckendes Bild: In ganz Deutschland sinken die Leistungen, die Grundschüler erbringen. So verschlechterten sich die Leistungen im Vergleich zu 2011 in Mathematik, beim Zuhören und bei der Rechtschreibung.

„Heterogenität“ der Schüler – Ursache für den Leistungsabfall

Die Autorin des IQB-Bildungstrends 2016, Petra Stanat, erklärt den Leistungsabfall mit einer gestiegenen Heterogenität der Schülerschaft: Auch wenn ihre Studie nur beschreiben und nicht begründen wolle, so sei doch festzustellen, dass der Anteil von Kindern mit Inklusionsbedarf ebenso wie der von Kindern mit Einwanderungshintergrund gestiegen sei.

Allein in den letzten fünf Jahren ist der Anteil von Viertklasslern mit Einwanderungshintergrund im Durchschnitt um 8,9 Prozent gestiegen, in Baden-Württemberg, das den höchsten Leistungsabfall verzeichnete, gar um 15,1 Prozent. Zu beachten ist, dass bei diesem Bildungstest die durch die „Flüchtlingswelle“ seit 2015 ins Land gekommenen Kinder nicht getestet wurden; nur Kinder, die mindestens seit einem Jahr eine deutsche Schule besuchten, wurden geprüft. Das heißt, dass der Anteil der Kinder mit Einwanderungshintergrund seit 2012 deutlich mehr als um 8,9 Prozent gestiegen ist. Mit allen Konsequenzen für die Zukunft.

 

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