Trotz Skandal-Stakkato: Kern will Wahlkampf aussitzen und "Verräter" enttarnen

Roter Kanzler als Geschäftsmann: Christian Kern soll auch eigenartige Geschäftsbeziehungen nach Tel Aviv pflegen.  Foto: SPÖ / Alexander Schwarzl / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Roter Kanzler als Geschäftsmann: Christian Kern soll auch eigenartige Geschäftsbeziehungen nach Tel Aviv pflegen.
Foto: SPÖ / Alexander Schwarzl / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
1. Oktober 2017 - 14:03

Bundeskanzler Kern ist nach dem Bekanntwerden diverser Skandale heute in die Gegenoffensive gegangen. Er gab sich ahnunglos, warum mit SPÖ-Involvierung Facebook-Seiten gegen Kurz betrieben wurden, und will dies mit einer vom ehemaligen Finanz-Staatssekretär geführten Taskforce aufklären lassen. Überdies will er wissen, wie die seit Wochen regelmäßig in Medien aufschlagenende Dossiers (Stichwort "Prinzessin") an die Öffentlichkeit gelangen, und hat dabei offenbar einen Verdacht in Richtung seiner politischen Mitbewerber. Damit gemeint dürfte die ÖVP gewesen sein. In der heutigen Pressekonferenz erwähnte Kern auch die seit gestern bekannte Beteligung an einer Firma seiner Ehefrau in Israel.

Dubioser Geschäftspartner in Israel

Tatsächlich scheinen den Regierungschef nun auch mutmaßliche Geschäftsverbindungen nach Israel einzuholen. Laut Medienberichten soll der ehemalige Verbund-Manager Kern an der Energietransformations Firma "Foresight" seiner Frau Eveline Steinberger-Kern beteiligt sein. Die Tageszeitung Österreich berichtet über das Engagement des roten Kanzlers in Tel Aviv, wo die Firma im Handelsregister eingetragen ist:

Nach ihren Recherchen ist Kanzler Kern mit knapp 2 % an "Foresight" beteiligt, die Firma "Blue Minds" seiner Frau besitzt über 70 % der Anteile, schließlich ist die Firma "Triple M" von Avraham Nanikashvili laut israelischen Journalisten und Firmenbuch nach wie vor mit 11 % an "Foresight" beteiligt.

Kern soll gegenüber der Zeitung eine "symbolische" Beteiligung im Ausmaß von unter einem Prozent eingeräumt haben

Avraham Nanikashvili steht unter Bestechungsverdacht

Der georgisch-israelische Geschäftsmann Nanikashvili soll aber das gleiche juristische Problem haben wie Kerns Ex-Berater Tal Silberstein: Die iraelische Justiz interessiert sich laut Österreich für die Geschäfte des „Triple M“-Eingetümers:

Nanikashvili steht derzeit in Israel vor Gericht, weil er den israelischen Energieminister Binyamin Ben-Eliezer mit 400.000 Dollar bestochen haben soll. Die Anklage liegt vor, ein Urteil wird in Kürze erwartet.

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