"C-Star" nicht in Seenot – Mainstream-Medien freuen sich zu früh

Das Schiff der Identitären, die "C-Star", läuft nach einer unspektakulären Motor-Reparatur wieder wie geschmiert. Foto: Defend Europe
Das Schiff der Identitären, die "C-Star", läuft nach einer unspektakulären Motor-Reparatur wieder wie geschmiert.
Foto: Defend Europe
11. August 2017 - 18:58

Es ist bezeichnend, in welch einen kollektiven Triumph die Mainstream-Medien ausbrechen, wenn sie vom nächsten kleinen Hindernis am Weg der "C-Star" erfahren. Es wäre ein so schöner Treppenwitz der Geschichte geworden, doch leider haben sie sich zu früh am Schaden gefreut.

„Identitäre in Not werden von NGO 'Sea Eye' gerettet“, schrieb „Vorarlberg online“ besonders vorauseilend feixend. Der Kurier zog auch mit, ebenso die Welt und Spiegel Online und viele andere.
 

Identitäre Bewegung schreibt in aktueller Mitteilung, was passiert ist

In der Nacht ist auf der C-Star ein kleineres technisches Problem aufgetreten. Um das Problem noch vor dem Eintreffen in der SAR-Zone und der Annäherung an andere Schiffe zu lösen, wurde der Hauptmotor gestoppt, um daran sicher arbeiten zu können. Laut COLREG (Conventions on the International Regulations for Preventing Collisions at Sea) muss das Schiff für den Zeitraum der Wartung als "manövrierunfähig" deklariert werden. Den Verordnungen entsprechend wurde diese Information Schiffen in der Nähe mitgeteilt.

Anders als von den Medien kolportiert, handelt es sich weder um einen Notfall, noch wurde Hilfe angefordert, noch soll das Schiff abgeschleppt werden. An der hysterischen Kommentierung dieses normalen Ereignisses wird einmal mehr die Befangenheit der Medien deutlich, in der sie nicht einmal davor zurückschrecken, eine technische Bagatelle zu einem Seenotfall aufzublasen, mit allerlei Erfundenem auszuschmücken und auf diese Weise Falschmeldungen zu verbreiten.

Wie der Falschmeldung in die Medien ist bezeichnend

Da die "C-Star" den Schiffen in ihrer Nähe, auch der „Sea-Eye“, aus seerechtlichen Gründen Bescheid geben musste, brach Jubel bei der Besatzung des NGO-Schiffs aus. Sie fing sofort an, diese Meldung per Facebook weiterzugeben, und ließ es dabei nicht an Tugendsignalen fehlen:

In Seenot Geratenen zu helfen, ist die Pflicht eines jeden, der auf See ist – unterschiedslos zu ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Gesinnung,

erklärte Michael Buschheuer von "Sea-Eye" auf Facebook. Die Mainstream-Medien liegen offensichtlich kollektiv auf der Lauer nach NGO-eigenen Mitteilungen, um diese direkt zu übernehmen. Dabei unterläuft ihnen dann der eine oder andere Fehlstart.

"Rechtsextremisten verweigern Hilfe"

Nachdem der Bagatellschaden nun behoben ist, blieb der „Sea-Eye“ konsequenterweise nichts anderes übrig, als die „C-Star“ zu beschuldigen, die Crew habe sich „der Hilfe verweigert“:

Die rechtsextremistische Identitäre Bewegung, deren Schiff C-Star vor der libyschen Küste in Seenot geraten ist, verweigert sich der Hilfe durch die Crew der Sea-Eye.

Nicht nur, dass diese Burschen den "Flüchtlingen" nicht helfen, sie lassen sich noch nicht einmal selber helfen. Seit 17:15 Uhr (11. August) ist die C-Star wieder flott und "DefendEurope" geht weiter. Wir sind gespannt auf die nächste Falschmeldung.

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