Schwedische Studie deckt auf: Umweltbilanz von Elektroautos katastrophal

Nach heutigem Stand der Technik lassen sich leistungsstarke Batterien für Elektroautos nicht umweltfreundlich herstellen. Foto: Lionel Allorge / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Nach heutigem Stand der Technik lassen sich leistungsstarke Batterien für Elektroautos nicht umweltfreundlich herstellen.
Foto: Lionel Allorge / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
11. August 2017 - 13:28

Elektrisch betriebene Fahrzeuge sollen angeblich wesentlich umweltfreundlicher sein als solche mit Verbrennungsmotor. Wie sich jedoch  immer mehr herauskristallisiert, könnte das eine glatte Lüge sein, um die Menschen hinters Licht zu führen.

Elektroantrieb umweltfreundlich?

Die EU überlegt, die Mitgliedsstaaten per Quotenregelung ab 2025 dazu zu zwingen, Elektrofahrzeuge einzuführen. Als Vorwand dient die angebliche Umweltfreundlichkeit dieses Antriebssystems. Wie eine von shz.de zitierte schwedische Studie nachweist, kann bei der Produktion der Lithium-Ionen-Batterien von Umweltfreundlichkeit allerdings keine Rede sein.

Vielmehr entspricht der CO2-Ausstoß bei der Produktion einer solchen Batterie für ein Fahrzeug der Marke Tesla jenem des Betriebs eines Verbrennungsmotors in acht Jahren. Diese acht Jahre entsprechen in etwa wieder der durchschnittlichen Lebensdauer eines solchen Akkus. Denn ab diesem Zeitpunkt nehmen die Ladezyklen zu und die Reichweiten ab.

CO2-Ausstoß enorm

Konkret werden bei der Produktion einer solchen Autobatterie pro Kilowattstunde (kWh) Lagerungskapazität rund 150 bis 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente freigesetzt. Bei der Herstellung einer einzigen 100-kWh-Batterie sind das dann durchschnittlich 17,5 Tonnen CO2. Eine Alternative wären kleinere, aber dafür wesentlich leistungsschwächere Batterien mit geringerer Reichweite.

Während Rohstoffverarbeitung und Produktion der Batterien rund 80 Prozent der gesamten Umweltbelastung ausmachen, wird von der Studie der Anteil  für die Gewinnung der benötigten Rohstoffe in den Minen mit 10 bis 20 Prozent beziffert.

Auch Rohstoffgewinnung schädigt Umwelt

Wesentlicher Bestandteil der Energiezellen ist der Rohstoff Lithium. Über die größten Lithiumvorkommen verfügt Chile. Im Salar de Atacama im Norden Chiles finden sich mit geschätzten 7,5 Millionen Tonnen rund 27 Prozent der weltweiten Lithium-Bestände. Um den relativ seltenen Rohstoff zu gewinnen, werden dort die gelösten Salze mit Wasser heraufgepumpt und dann in spezielle Becken geleitet, wo dann das wertvolle Grundwasser in der Atmosphäre verdunstet. Der hohe Wasserverbrauch hat bereits zum Absinken des Wasserspiegels in der Lagune geführt und wird irreparable Schäden des Öko-Systems verursachen.

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