Südafrika: Anti-Apartheid-Veteran Goldberg ist über ANC enttäuscht

ANC-Urgestein Denis Goldberg hat Angst vor neuem, schwarzem Rassismus in Südafrika. Foto: Ric Lander / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
ANC-Urgestein Denis Goldberg hat Angst vor neuem, schwarzem Rassismus in Südafrika.
Foto: Ric Lander / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)

Immer mehr ehemalige Mitstreiter Nelson Mandelas und der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika kehren dem aktuellen Regime den Rücken. Jüngst hat sich mit Denis Goldberg einer der prominentesten weißen Weggefährten Mandelas und seines African National Congress (ANC) zu Wort gemeldet. Goldberg, Kommunist und aus dem jüdischen Bürgertum Südafrikas stammend, ist seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts Mitglied des ANC.

Seit der Machtübernahme von Jacob Zuma und seinem Umfeld verliert der jetzt 84-jährige Goldberg, der 22 Jahre im Gefängnis saß, seinen Glauben an eine positive Zukunft Südafrikas unter dem ANC-Regime. Der Vorwurf eines neuen Rassismus, diesmal von Seiten des ANC betrieben, liegt in der Luft. Durch Zuma uns seine Bevorzugung der Schwarzen sieht Goldberg nicht nur die Rechte der Weißen, sondern auch jene der Mischlinge und Inder massiv bedroht.

Anti-Apartheid-Kämpferin Zille:  Kolonialismus hatte gute Seiten

Wie frustriert die ehemaligen Kämpfer gegen den Buren-Staat am Kap der guten Hoffnung sind, belegt nicht nur die nüchterne Bilanz Goldbergs über Zuma und Co. Jüngst kam mit Helen Zille von der Democratic Alliance (DA) eine Oppositionspolitikerin sogar in ihren eigenen Reihen in die Kritik, da sie im Angesicht des aktuellen ANC-Regimes unter Staatspräsident Zuma öffentlich äußerste, dass es im Kolonialismus, soll heißen auch im Apartheid-Regime, gute Seiten gab und viele Dinge besser funktioniert hätten als heute.

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