Welternährungswirtschaft: Investoren setzten auf Insektenproteine

Ernährungswirtschaft: Werden mit solchen Heimchen bald große Fischzuchtanlagen gefüttert? Foto: Luis Fernández García / Wikimedia (CC-BY-SA-2.1-ES)
Ernährungswirtschaft: Werden mit solchen Heimchen bald große Fischzuchtanlagen gefüttert?
Foto: Luis Fernández García / Wikimedia (CC-BY-SA-2.1-ES)
14. Juni 2017 - 11:05

Internationale Investoren haben ein neues Wirtschaftssegment entdeckt: die Geldanlage in die Produktion von Insektenproteinen. Das in der Ernährungswirtschaft in der Insektenzulieferindustrie tätige niederländische Unternehmen Protix konnten von einer internationalen Investorengruppe die Finanzierungszusage über 45 Millionen Euro erhalten. Das Geschäftsmodell von Protix gestaltet sich folgendermaßen:

Protix züchtet Insekten für Tierfutter, da Insekten eine Proteinalternative mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt bieten und mit den verschiedensten Essensresten gezüchtet werden können. Dies ist wichtig, da die Weltbevölkerung weiterhin wächst und die Nachfrage nach Fleisch, Fisch und Milchprodukten stark ansteigt. Die Nahrungsmittelproduktion steht zunehmend unter Druck, wobei Entwaldung und Überfischung zusätzliche Herausforderungen darstellen.

Futtermittel für Schweine und Geflügel auf Insektenbasis

Das Unternehmen produziert auf Insektenbasis unter anderem Futtermittel für die Schweine- und Geflügelmast. Jetzt sollen mit den frischen 45 Millionen Euro an Investorengeldern vor allem im Bereich Aquakulturen neue Produktionsstätten errichtet werden. Proxit setzt dabei auf Fischaufzucht mit nachhaltigen Aquakulturmethoden und möchte so für die globale Nahrungsmittelkrise neue Wege eröffnen.

Dabei will man vor allem mit dem Argument, dass im Vergleich mit jeder anderen Produktion von tierischem Eiweiß hier die geringsten Umweltbelastungen stattfinden sollen, bei Handel und Konsumenten punkten. Ab Juli 2017 soll in europäischen Fischzuchtanlagen jedenfalls bereits Insektennahrung auf breiter Basis eingesetzt werden.

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