Schweden: 76 Prozent der überprüften „Flüchtlingskinder“ sind laut medizinischer Altersbestimmung volljährig | Unzensuriert.de

Schweden: 76 Prozent der überprüften „Flüchtlingskinder“ sind laut medizinischer Altersbestimmung volljährig

Asylanten, die angeben, minderjährig zu sein, sind es in der Regel nicht. Dies legen zumindest die Ergebnisse von 581 Altersbestimmungen in Schweden nahe. Foto: Unzensuriert.at
Asylanten, die angeben, minderjährig zu sein, sind es in der Regel nicht. Dies legen zumindest die Ergebnisse von 581 Altersbestimmungen in Schweden nahe.
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In Schweden hat das staatliche rechtsmedizinische Institut aktuelle Zahlen zu Altersbestimmungen bei Asylanten veröffentlicht. Die Untersuchungen wurden im Auftrag der staatlichen Migrationsbehörde durchgeführt. Diese kann eine medizinische Altersfeststellung verlangen, wenn ein Asylant ein Alter unter 18 Jahren angibt und die Behörde Zweifel an dieser Angabe hat.

Es gibt mehrere Gründe, warum es für Asylanten attraktiv ist, sich als Kind auszugeben. Minderjährige haben bessere Chancen auf ein Bleiberecht, außerdem dürfen sie die Schule besuchen, erhalten kostenlose ärztliche Versorgung und weitere Vergünstigungen.

Die Untersuchung erfolgt freiwillig und wird auf Staatskosten durchgeführt. Das ungefähre Alter wird anhand der Weisheitszähne und des Kniegelenks festgestellt.

96 Prozent der überprüften Migranten sind männlich

Das rechtsmedizinische Institut führt erst seit März 2017 Altersbestimmungen für die Migrationsbehörde durch. Seither hat die Migrationsbehörde 4.200 Altersfeststellungen in Auftrag gegeben. Ein Detail am Rande: von den betroffenen 4.200 Personen sind 96 Prozent männlich.

Bis zum 29. Mai 2017 wurden 581 Altersuntersuchungen abgeschlossen. Die Ergebnisse hat das rechtsmedizinische Institut nun in Form einer Statistik auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Ergebnis: Nur 23 Prozent sind „möglicherweise minderjährig“

In 442 Fällen (76 Prozent) spricht die Altersbestimmung dafür, dass der Asylant bereits volljährig ist. Die Fehlerquote beträgt dabei 10 Prozent. Eine genauere Altersbestimmung ist mit den verwendeten Methoden derzeit noch nicht möglich.

In fünf weiteren Fällen (1 Prozent) ist der illegale Einwanderer „möglicherweise volljährig“. Das bedeutet, dass der Untersuchte mit höherer Wahrscheinlichkeit volljährig ist als minderjährig.

Bei den 134 restlichen Fällen (23 Prozent) ist das Ergebnis der Untersuchung, dass der betreffende Asylant „möglicherweise minderjährig“ ist. Das heißt, er ist mit höherer Wahrscheinlichkeit minderjährig ist als volljährig.

Es gibt somit keinen einzigen Asylanten, der mit der höchstmöglichen Sicherheit von 90 Prozent als minderjährig eingestuft wurde.

Ähnliche Zustände auch in anderen Ländern

Diese aktuellen Zahlen aus Schweden ähneln stark den Ergebnissen einer Untersuchung aus Dänemark vom November 2016. Damals wurden 800 angeblich minderjährige Asylanten untersucht, wobei herauskam, dass 75 Prozent in Wahrheit volljährig waren.

In Großbritannien ergab eine Untersuchung an rund 11.000 angeblich minderjährigen illegalen Einwanderern im Oktober 2016, dass nur 45 Prozent tatsächlich minderjährig waren.

Auch in Österreich wurden im Jahr 2015 bei 2.200 angeblich minderjährigen Asylanten Altersfeststellungen durchgeführt. Von diesen waren 951 (43 Prozent) laut der medizinischen Untersuchung bereits volljährig.

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