Özoguz: „Spezifisch deutsche Kultur nicht identifizierbar“

Deutschlands Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz hat keine Ahnung, woran sich die Zuwanderer anpassen bzs. integrieren sollen. Foto: Olaf Kosynski/Skillshare.eu / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Deutschlands Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz hat keine Ahnung, woran sich die Zuwanderer anpassen bzs. integrieren sollen.
Foto: Olaf Kosynski/Skillshare.eu / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
17. Mai 2017 - 13:11

Die Integrationsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, die türkisch-stämmige SPD-Politikerin Aydan Özoguz, sorgt wieder einmal für Wirbel. In einem neuen Pamphlet meint Özoguz nämlich dass „eine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache schlicht nicht identifizierbar“ sei.

Özoguz hat sich, wie hier berichtet wird, „monatelang“ mit Vertretern der „Initiative kulturelle Integration“ gemeinsam den Kopf zerbrochen, wie Integration noch besser gelingen könnte. Herausgekommen ist, wie so oft in solchen Fällen, seitenlanges kunstvolles Geschwafel, hinter dessen betulicher Fassade sich jedoch eine überraschende Erkenntnis verbirgt.

Das Leid mit der Kultur

Wörtlich heißt es da nämlich, dass „eine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache schlicht nicht identifizierbar“ sei. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Zuwanderin spricht ihrem Gastland, dem sie letztendlich ihre gesamte Ausbildung sowie ihren beruflichen Aufstieg verdankt, mit einem Federstrich die eigene Kultur ab.

Unweigerlich stellt sich die Frage, was wohl mit einem in der Türkei lebenden Deutschen passieren würde, der sich dieselbe Chuzpe herausnehmen würde – mal davon abgesehen, dass es außer einigen wenigen europäischen Ländern kaum Länder auf dieser Welt gibt, die Zuwanderer in solche Positionen hieven, wie Özoguz innehat.

Anpassung – ein spezifisches Problem

Ein weiterer schöner Satz von Özoguz‘ Integrations-Think-Tank lautet: „Man kann Einwanderern keine Anpassung an die Mehrheitskultur verordnen.“ Stimmt, das kann man tatsächlich nicht. Und das ist eigentlich auch nicht nötig, zumindest nicht bei Migranten aus sämtlichen Kulturkreisen dieser Erde, solange diese keine islamischen sind. Ob Chinesen oder Russen, Brasilianer oder Japaner, Kubaner oder Kanadier – sie alle leben friedlich mitten unter uns, ohne dass großartige Bemühungen notwendig wären, ihnen eine „Anpassung zu verordnen“. Denn diese Menschen erbringen ihre Integrationsleistung einfach, ganz von sich aus. Um es mit Özoguz zu sagen: Das Problem mangelnder Anpassung scheint schlicht ein spezifisch moslemisches zu sein.

Einheimische sollen sich anpassen?

Dass Özoguz, die immerhin in Deutschland aufgewachsen ist, keine deutsche Kultur zu identifizieren vermag, sollte als Beweis für diese These genügen. Die Lösung der Integrationsbeauftragten indes für dieses Dilemma macht staunen: Denn wenn es keine deutsche Leitkultur gibt, müssen sich im Umkehrschluss die Deutschen den kulturellen Eigenschaften ihrer „Gäste“ anpassen. So werden auch im letzten Absatz Nägel mit Köpfen gemacht: Öffnung, Fairness, Zugang, Integration – das Bullshit-Bingo der üblichen Schlagworte. Nicht zuletzt: „Einbürgerungen erleichtern“. Fragt sich nur, weshalb so viele Menschen aus aller Herren Länder unbedingt in ein Land ohne „spezifisch identifizierbare Kultur“ einwandern wollen…

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.