Der Hauptverdächtige konnte das Bonner Landgericht als freier Mann verlassen. Niklas Tod bleibt ungesühnt.

Bild: Nicolas17 / Wikimedia (CC BY-SA 2.5)
Justiz-Skandal: Freispruch im Fall Niklas P.!

Knapp ein Jahr ist es nur her, dass der 17-jährige Niklas Pöhler zu Tode kam. Am 12. Mai vergangenen Jahres wurde er auf dem Heimweg von einem Konzert angegriffen und brutal zusammengeschlagen.

Als Niklas bereits wehrlos am Boden lag, wurde von den Angreifern mehrmals gegen seinen Kopf getreten. Der Schüler verstarb eine Woche später, im Koma liegend, an seinen schweren Verletzungen. Die Tatverdächtigen, bei denen es sich wie so oft um „südländisch aussehende“ junge Männer handelte, konnten in diesem entsetzlichen Fall ausnahmsweise einmal durch eine großangelegte Fahndung ausgeforscht und dingfest gemacht werden.

Hauptangeklagter ein bekannter Gewalttäter

Der Hauptangeklagte, der damals 20-jährige Walid. S., wurde von den Medien anfangs als „Italiener“ präsentiert; schnell stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei ihm um einen gebürtigen Marokkaner mit italienischem Pass handelte. Walid S. war bereits vor dieser Tat mehrmals durch Gewalttaten negativ aufgefallen und 2015 zum Absolvieren eines Anti-Aggressionstrainings verpflichtet worden. Er wird auch von „wohlmeinenden“ Gutmenschen und Sozialarbeitern, die mit ihm zu tun hatten, als auffällig und schwierig beschrieben.

Wirre Geschichte

Die Geschichte der öffentlichen Aufarbeitung dieses Falles erscheint indes, genau wie der Prozess, als ein einziges wirres Durcheinander. Zuerst wurde der Tatort viel zu spät abgesperrt, wertvolle DNA-Spuren wahrscheinlich zerstört. Dann wurden Trauer- und Gedenkmärsche für Niklas verboten, weil es ja den Rechten helfen könnte, wenn eines deutschen Opfers der Völkerwanderung gedacht wird. Auf einmal stellte sich heraus, dass Niklas‘ Arterie angeblich „vorgeschädigt“ gewesen sei, womit man dafür konstruierte, nicht Mord oder Totschlag anzuklagen. Schließlich gab es auch noch Zeugen, die zusammengeschlagen wurden und sich plötzlich nicht mehr oder ganz anders erinnerten als bei ihren ersten Aussagen.

Unverständlicher Freispruch

Wie es in diesem Fall zu einem Freispruch kommen konnte, stößt dennoch auf breites Unverständnis. Richter und Staatsanwalt maßen der Aussage eines guten Freundes von Niklas, der bei der Tat dabei war und Walid S. eindeutig identifizierte, offenbar kein Gewicht zu. Auch eine mit Niklas‘ Blut beschmierte Jacke, die im Besitz von Walid S. sichergestellt werden konnte, vermochte das hohe Gericht nicht zu überzeugen. Der Angeklagte wurde zwar wegen zuvor begangener Delikte zu einer Jugendeinheitsstrafe von acht Monaten verurteilt, konnte jedoch das Gericht als freier Mann verlassen, weil er diese Zeit bereits in Untersuchungshaft abgesessen hatte.

Trauer und Fassungslosigkeit

Das Entsetzen in den sozialen Medien über dieses Urteil ist natürlich groß. Die ersten Reaktionen der Netzgemeinde bringen Trauer, Fassungslosigkeit und auch eine Portion ohnmächtiger Wut zum Ausdruck. Nur weil man nicht genau feststellen kann, wer genau den tödlichen Tritt ausführte, muss man Menschen, die zu mehreren gegen einen am Boden liegenden traten, doch nicht gleich freisprechen, empören sich viele User.

Fatale Signalwirkung

Wenige Jahre vor der Massenzuwanderung gab es ja noch Überlegungen, das „Kopftreten“ juristisch versuchtem Mord gleichzusetzen – heutzutage spaziert man für so eine Tat als freier Mann aus dem Gericht. Zugleich sendet die deutsche Justiz mit diesem Urteil auch ein fatales Signal an gewaltbereite Asylforderer – statt abzuschrecken scheint man die Gewalttäter dieser Erde geradezu einladen zu wollen, sich doch bitte ganz wie daheim zu fühlen.

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