NRW-Integrationsrat Tayfun Keltek fordert: An Grundschulen Türkisch statt Englisch-Unterricht | Unzensuriert.de

NRW-Integrationsrat Tayfun Keltek fordert: An Grundschulen Türkisch statt Englisch-Unterricht

Der Schulunterricht soll noch mehr an den Bedürfnisse von Migranten ausgerichtet werden. (Symbolbild) Foto: flickr.com / (CC BY 2.0)
Der Schulunterricht soll noch mehr an den Bedürfnisse von Migranten ausgerichtet werden. (Symbolbild)
Foto: flickr.com / (CC BY 2.0)
9. Februar 2019 - 11:57

Mehr zum Thema

Eine Forderung des Vorsitzende des NRW-Landesintegrationsrats, Tayfun Keltek, zeigt uns, wie Integration künftig aussehen könnte: Deutsche Schüler sollen Türkisch statt Englisch lernen. Und tatsächlich plant das nordrhein-westfälische Schulministerium das Fach Englisch nicht mehr in der ersten und zweiten Klasse zu unterrichten. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will in den nächsten Wochen ihre Ziele für die Grundschulen vorstellen.

Englisch in drei Wochen

Nachdem die Weltsprache Englisch, die eigentlich jeder Europäer beherrschen sollte, auch in den Augen Keleks nicht gerade unwichtig ist, erklärte der Vorsitzende, dass die Kinder das Grundschul-Englisch auch „innerhalb von drei Wochen an einer weiterführenden Schule“ lernen könnten. Warum türkische Kinder nicht „innerhalb von drei Wochen“ Deutsch lernen können, erklärt er jedoch nicht.

Forderung nach Polnisch und Russisch nur Ablenkung

Tayfun Keltek, hat sich auch für den Unterricht in Polnisch und Russisch an Grundschulen ausgesprochen. „Ich bin dafür, den Englisch-Unterricht an Grundschulen ganz abzuschaffen - nicht nur in den ersten beiden Schuljahren“, sagte Keltek dem Kölner Stadt-Anzeiger. Es ist historisch nicht belegt, dass Kinder europäischer Einwanderer Probleme hatten, die jeweilige Landessprache zu erlernen. Derartige Defizite treten nur bei Leuten auf, die aus bestimmten Kulturkreisen kommen, wo man sich statt integrieren zu wollen lieber in Parallelgesellschaften zurückzieht, mit dem Resultat, dass selbst Kinder der dritten Generation nicht ausreichend die neue Sprache beherrschen. Das zuzugeben käme aber dem Eingeständnis gleich, dass eben gewisse Neubürger integrationsresistent sind. Und so wird die unsinnige Forderung mit eingebaut, dass die deutschen Kinder auch Polnisch und Russisch lernen mögen.

Türkisch wäre für deutsche Kinder „einfacher“

Keltek meint „für die deutschen Kinder wäre es einfacher“, die genannten Sprachen zu lernen. Was für die deutschen Kinder „einfacher“ wäre, sagt er nicht. Es ist anzunehmen, dass er wohl meint, dass dann die Integration der Deutschen in ein „buntes“ Land besser klappen würde. Die Vorschläge stoßen jedoch auf wenig Gegenliebe. So sagte der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Klaus gegenüber der Bild-Zeitung, warum er den Vorstoß ablehne:

Das halte ich für völlig falsch. Das ist absolut antiintegrativ. Wenn wir wirklich Integration in Deutschland haben wollen, dann heißt die Forderung: Die Kinder müssen Deutsch lernen und nichts anderes. Wir bekommen sonst noch mehr Parallelgesellschaften.

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.