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Die Medizinische Hochschule in Hannover behandelt ein mutmaßliches Mafia-Mitglied, das von der Polizei bewacht wird. Letzteres zahlt der deutsche Michel.

16. Februar 2020 / 08:27 Uhr

Balkan-Mafioso mit Schusswunden lässt sich für Behandlung einfliegen

Mit 27 Schussverletzungen an Armen und Beinen lässt sich ein mutmaßliches Clan-Mitglied aus Montenegro derzeit in der Medizinischen Hochschule in Hannover behandeln. Bevor er nach Deutschland kam, lag er in einer Klinik in seinem Heimatland. Da ihm die medizinische Behandlung dort nicht gut genug war, ließ er sich aber kurzerhand nach Deutschland einfliegen.

Mafia-Mitglied droht in Deutschland keine Abschiebung

Bewacht wird der Mann von der Polizei. Wie Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte, soll der Montenegriner „besonders schutzbedürftig“ sein. Der Mann sei mit dem Flugzeug hierhergekommen, um sich behandeln zu lassen, so der SPD-Minister. Dass der Jugoslawe nicht abgeschoben wird, liegt daran, dass er in Deutschland zurzeit nicht wegen Straftaten gesucht wird. Weil er aus Montenegro stammt, kann er sich für einige Wochen ohne Visum in der Bundesrepublik aufhalten.

Steuerzahler muss für Polizeischutz aufkommen

Nach Informationen der Bild wird das vermeintliche Clan-Mitglied seine Behandlung – für die intensive medizinische Betreuung sollen mehrere tausend Euro fällig werden – selber bezahlen müssen, für den aufwendigen Polizeischutz muss jedoch das Land und damit die niedersächsischen Steuerzahler aufkommen. Dabei geht es laut Innenminister Pistorius nicht nur um den Schutz des schwer verletzten Mannes vom Balkan, sondern auch um die Sicherheit von anderen Patienten und den Mitarbeitern der Klinik in der Landeshauptstadt.

Seit einigen Jahren herrschen in Montenegro blutige Bandenkriege zwischen verfeindeten Clans: Mindestens 23 Menschen sollen bei den Blutfehden umgekommen sein. Die Verbrechen sollen sich um groß angelegten Drogenhandel in Europa drehen.

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