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Die deutsche Wirtschaft erwirtschaftet weniger als im letzten Quartal.

13. Oktober 2019 / 11:42 Uhr

Rezession: Angst vor den nächsten Quartalszahlen

Nachdem Deutschlands Schlüsselindustrie, der Maschinenbau, in der Rezession gelandet ist, sagt der ehemalige Deutsche-Bank-Chefökonom Thomas Mayer, dass die gesamte deutsche Wirtschaft schon seit April in der Rezession stecke. Holger Schmieding von der Privatbank Berenberg oder Stefan Kooths vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel sind der Meinung, dass Deutschlands Wirtschaft seit dem Sommer schrumpfe.

Unterschiedliche Daten-Interpretationen

Die Analysten kritisieren die Praxis, eine Rezession auszurufen, sobald zwei Quartale ein Minuswachstum ausweisen. Im zweiten Quartal 2019 war die Wirtschaft laut Statistischem Bundesamt leicht geschrumpft. „Doch das bloße Abzählen von Quartalen hat kaum Aussagekraft“, sagt Kooths. „So blendet es aus, von welchem Niveau die Wirtschaftsleistung kommt.“ Mayer interpretiert die Wirtschaftsdaten nach amerikanischem Vorbild, das Wendepunkte für Auf- oder Abschwung beachtet. Einen solchen Wendepunkt gab es vor rund sechs Monaten, als sich der Handelsstreit zwischen den USA und China vertiefte. Er hat unmittelbare Auswirkungen auch auf Europa.

Doch auch nach offizieller Zählart könnte Deutschland bald in der Rezession sein. Denn bald werden die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht.

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