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Der ÖVP-Gastrovertreter Peter Dobcak macht sich plötzlich Sorgen um die kleinen Gasthäuser.

12. Oktober 2019 / 13:06 Uhr

Schwarzer Peter liegt bei der ÖVP

Ausgerechnet Peter Dobcak, Gastro-Chef der Wiener Wirtschaft, macht sich nun Sorgen um die vielen kleinen Gasthäuser, die nun aufgrund des Rauchverbots und der damit ausbleibenden Klientel unter die Räder zu kommen drohen. Eine entsprechende Nachricht kann man der Tageszeitung Österreich in der Samstagsausgabe entnehmen.

Strafen bis zu 10.000 Euro

Ab 1. November ist das Rauchverbot in Kraft und Wirten drohen Strafen bis zu 10.000 Euro. Im Auftrag der roten Stadträtin Ulrike Sima sollen die Kontrollore dann eifrig unterwegs sein. Im Artikel bleibt allerdings eines unerwähnt und auch Dobcak selbst verschweigt dies tunlichst. Seine Partei, die ÖVP, trägt die volle Verantwortung dafür, dass nun weiteres Wirtesterben vor der Tür steht. Es war die FPÖ, die von Anfang an auf der Seite der Wirte stand und auch das Rauchverbot kippte, als sie mit der ÖVP in einer Regierung war. Als Sebastian Kurz die Koalition sprengte und eine Neuwahl ausrief, brach die ÖVP auch noch ihr Wort und stimmte einem Antrag zu, der wieder ein Rauchverbot in der Gastronomie vorsah.

Dobcak droht Abwahl als Gastro-Chef

Der schwarze Peter liegt somit eindeutig bei der ÖVP. Das sollten die Wirte bedenken, wenn sie wieder zur Wahlurne schreiten. Übrigens, 2020 stehen die Wirtschaftskammerwahlen an. Ob Dobcak nach der Wahl noch Gastronomie-Obmann sein wird, ist angesichts der Tatsache, dass die ÖVP auf die Wirte eingetreten hat, eher unwahrscheinlich. Da hilft es wohl auch nichts, wenn Dobcak die Verfassungsklage der Shisha-Betreiber unterstützt.

Freiheitliche Alternative für Wirte in Wien

Die Wirte sollten sich daher fragen, ob ihre Vertretung nicht in freiheitlichen Händen besser aufgehoben wäre. Gastro-Spitzenkandidat für die Freiheitliche Wirtschaft ist Dietmar Schwingenschrot. Und der steht in Sachen Rauchverbot für die Wahlfreiheit der Wirte. „Jeder Gastronom muss selbst entscheiden dürfen, ob er ein Raucher- oder Nichtraucherlokal betreiben oder aber den Gästen beide Möglichkeiten anbieten will“, betonte er in einer Aussendung.

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